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Kieferluxation

Von

Michael N. Wajdowicz

, DDS, USAF

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2019| Inhalt zuletzt geändert Jun 2019
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Quellen zum Thema

Ein ausgerenkter Kiefer (Mandibula) enthält im Allgemeinen sehr schmerzhafte, akute Zahnbeschwerden, die sofortige Aufmerksamkeit eines Arztes oder Zahnarztes erfordern. Der Mund kann in der Regel nicht geschlossen werden und der Unterkiefer ist oft zu einer Seite verschoben. In manchen Fällen kann ein luxierter Kiefer auf eine Verletzung zurückgeführt werden, in der Regel ist die Ursache aber ein zu weites Öffnen des Mundes (wie etwa beim Gähnen, Beißen in ein großes Sandwich, Erbrechen oder während einer Zahnbehandlung).

Das Risiko für eine Ausrenkung ist bei Menschen erhöht, die bereits eine Luxation erlitten haben oder einen übermäßig beweglichen Kiefer haben (Hypermobilität), was durch eine Kiefergelenkerkrankung verursacht werden kann.

In der Regel renkt der Arzt den Kiefer per Hand wieder ein (manuelle Reposition).

Wiedereinrenken eines Kiefers

Nachdem der Arzt seine Finger mit Gaze umwickelt hat, drückt er seine Daumen auf die unteren Backenzähne des Patienten. Mit den übrigen Fingern umgreift er den Unterkiefer. Er drückt die Backenzähne nach unten und das Kinn nach oben, bis die Kiefergelenke sich wieder in ihrer normalen Position befinden.

Wiedereinrenken eines Kiefers

Barton-Bandage

Mit einer Barton-Bandage wird der Kiefer nach einer Fraktur oder Kieferausrenkung vorübergehend stabilisiert.

Barton-Bandage

Sobald der Kiefer wieder eingerenkt ist, wird in manchen Fällen noch eine Barton-Bandage zur Einschränkung der Kieferbewegung angebracht ( Barton-Bandage), um eine erneute Luxation während des Abklingens der Entzündung im Kiefergelenk zu verhindern. Außerdem erhält der Patient die Anweisung, den Mund mindestens während der nächsten sechs Wochen nicht weit zu öffnen. Wenn sich ein Gähnen ankündigt, sollten Betroffene eine Faust unter ihr Kinn halten, um eine weite Öffnung zu verhindern. Speisen sollten in kleine Stücke geschnitten werden. Bei Betroffenen, die sich den Kiefer schon mehr als einmal ausgerenkt haben, ist vielleicht eine Operation nötig, um das Risiko für weitere Vorfälle zu senken. Beispielsweise können die Bänder, die den Unterkiefer im Kiefergelenk mit dem Schädel verbinden, verkürzt werden und den Spielraum des Gelenks somit einschränken.

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