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Mesotheliom

Von

Abigail R. Lara

, MD, University of Colorado

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Quellen zum Thema

Das Mesotheliom ist ein Krebs der dünnen, transparenten, zweischichtigen Membran, welche die Brustwand und den Bauchraum nach innen auskleidet.

  • Die häufigsten Symptome sind anhaltende Brustschmerzen sowie Kurzatmigkeit.

  • Zur Stellung der Diagnose sind eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs und eine Biopsie des Lungengewebes oder der Lungenzellen notwendig.

  • Das Mesotheliom wird mit einem chirurgischen Eingriff, Chemotherapie und/oder Strahlentherapie behandelt.

Asbest kann zu Krebs in der Pleura führen (in der dünnen, durchsichtigen, zweilagigen Hautschicht, welche die Lunge überzieht und das Innere der Brustwand auskleidet), was als Mesotheliom bezeichnet wird, oder in den Membranen des Bauchraums. In westlichen Ländern gilt Asbest als einzige Ursache für ein Mesotheliom. Rauchen verursacht kein Mesotheliom.

Asbest ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene silikathaltige Mineralfasern. Am häufigsten treten Mesotheliome nach dem Kontakt mit Krokydolith (Blauasbest) auf, einer der vier Formen von Asbest. Amosit (Braunasbest) verursacht ebenfalls Mesotheliome. Chrysotil (Weißasbest) verursacht wahrscheinlich weniger Mesotheliomerkrankungen als andere Asbestformen, enthält aber häufig Tremolit, das auch krebserregend ist. Die Entwicklungszeit eines Mesothelioms beträgt gewöhnlich etwa 30 Jahre. Es kann auch auftreten, wenn man nur geringen Konzentrationen von Asbeststaub ausgesetzt war.

Mesotheliome und andere Erkrankungen durch eingeatmetes Asbest können vermieden werden, indem die Belastung durch Asbeststaub und -fasern am Arbeitsplatz minimiert wird. Da die Branchen, in denen Asbest verwendet wird, bessere Schutzbestimmungen eingeführt haben, kommt es heute nur noch bei wenigen Menschen zu einer Asbestose, während bei Patienten, die vor 30 bis 50 Jahren in Kontakt mit Asbest kamen, immer noch Mesotheliome auftreten.

Wussten Sie ...

  • Rauchen verursacht kein Mesotheliom.

Symptome

Bei einem Mesotheliom sind die häufigsten Symptome anhaltende Schmerzen im Brustbereich sowie Kurzatmigkeit. Wenn sich das Mesotheliom auf die Brustwand oder andere Strukturen in der Nähe ausbreitet, kann es zu starken Schmerzen, Heiserkeit, Schwierigkeiten beim Schlucken, einem hängenden Augenlid, Schwäche und Empfindungsstörungen in einem Arm oder einer Hand oder zu Schwellungen des Bauchraums kommen.

Diagnose

  • Früherer Kontakt mit Asbest

  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs

  • Zytologie der Pleuraflüssigkeit

  • Pleurabiopsie

Bei Verdacht auf ein Mesotheliom wird normalerweise eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs durchgeführt. Für gewöhnlich werden eine Flüssigkeitsprobe aus dem Pleuraspalt (Zytologie der Pleuraflüssigkeit) und eine Gewebeprobe aus der Pleura (Pleurabiopsie) analysiert, um diese auf charakteristische Veränderungen bei einem Mesotheliom zu untersuchen.

Um eine Streuung des Mesothelioms zu bestimmen, können weitere Tests notwendig sein.

Behandlung

  • Chirurgischer Eingriff, Chemotherapie oder Strahlentherapie

Mesotheliome verlaufen innerhalb von 1 bis 4 Jahren nach der Diagnose tödlich. Nach der Diagnose leben die meisten Betroffenen nur noch 9 bis 12 Monate. Chemotherapie und Strahlentherapie nützen kaum etwas, und auch durch die operative Entfernung des Tumors kann der Krebs nicht geheilt werden.

Zur Symptomlinderung können jedoch eine Entfernung von möglichst viel Tumorgewebe, eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie hilfreich sein. Es ist nicht sicher, ob die Kombination verschiedener Behandlungsarten das Leben verlängern kann.

Die Behandlung konzentriert sich deshalb darauf, Schmerzen und Atemnot zu lindern, um die Lebensqualität so hoch wie möglich zu halten ( Symptome bei tödlich verlaufenden Krankheiten). Zum Beispiel können die Entfernung von Flüssigkeit um die Lunge das Atmen erleichtern und Analgetika Schmerzen lindern.

Andere Behandlungen für ein Mesotheliom werden derzeit untersucht.

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