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Eosinophile Pneumonie

(Lungeninfiltrate mit Eosinophiliesyndrom)

Von

Joyce Lee

, MD, MAS, University of Colorado Denver

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019| Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Die eosinophile Pneumonie umfasst eine Gruppe von Lungenerkrankungen, bei denen in der Lunge und meistens auch im Blutkreislauf vermehrt Eosinophile (eine Form der weißen Blutkörperchen) auftreten.

  • Gewisse Erkrankungen, Medikamente, Chemikalien, Pilze und Parasiten sorgen dafür, dass sich Eosinophile in der Lunge ansammeln.

  • Betroffene husten, keuchen oder geraten in Atemnot, bei einigen von ihnen kommt es auch zu respiratorischer Insuffizienz.

  • Anhand von Röntgenaufnahmen und Laboruntersuchungen wird die Krankheit entdeckt und die Ursache bestimmt, besonders, wenn Parasiten als Ursache vermutet werden.

  • In der Regel werden Kortikosteroide verabreicht.

Eosinophile sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die an der Immunreaktion der Lunge beteiligt sind. Die Zahl der Eosinophilen erhöht sich bei vielen Entzündungsvorgängen und allergischen Reaktionen, einschließlich Asthma, das oft eine Begleiterscheinung bestimmter Formen von eosinophiler Pneumonie ist. Anders als bei typischen Lungenentzündungen durch Bakterien, Viren oder Pilze deutet bei einer eosinophilen Pneumonie nichts auf eine Infektion der winzigen Lungenbläschen (Alveolen) hin. Allerdings füllen sich die Alveolen und oft auch die Atemwege mit Eosinophilen. Sie dringen sogar in die Wände der Blutgefäße ein, und wenn es zu Asthma kommt, können sich die verengten Atemwege durch die Ansammlung von Sekreten (Schleim) verschließen.

Löffler-Syndrom

Beim Löffler-Syndrom handelt es sich um eine Form der eosinophilen Pneumonie, die keine oder leichte Atemwegssymptome (meistens einen trockenen Husten) hervorrufen kann. Zur Diagnose sind Röntgenaufnahmen des Brustkorbs erforderlich sowie Bluttests, um erhöhte Eosinophile-Werte festzustellen. Das Löffler-Syndrom geht häufig mit einem Befall verschiedener Arten von Nematodenwürmern (Fadenwürmern) einher, am häufigsten mit dem Spulwurm. Allerdings kann bei einem Drittel der Patienten keine Ursache festgestellt werden. Die Erkrankung klingt normalerweise innerhalb eines Monats wieder ab. Der Arzt kann Kortikosteroide verabreichen, um die Symptome zu verringern und die Entzündung einzudämmen.

Ursachen

Warum sich Eosinophile ausgerechnet in der Lunge ansammeln, ist noch unklar; es könnte sich aber um eine Art allergische Reaktion handeln. Oft ist es nicht möglich, die Substanz zu bestimmen, die die allergische Reaktion auslöst. Es gibt jedoch einige bekannte Ursachen der eosinophilen Pneumonie, darunter:

  • Zigarettenrauch

  • Bestimmte Medikamente (zum Beispiel Penicillin, Aminosalicylsäure, Carbamazepin, L-Tryptophan, Naproxen, Isoniazid, Nitrofurantoin, Phenytoin, Chlorpropamid und Sulfonamide [wie Trimethoprim/Sulfamethoxazol])

  • Chemische Dämpfe, wie Kokain oder Nickel als Dampf

  • Pilze (normalerweise Aspergillus fumigatus)

  • Parasiten (insbesondere Rundwürmer, darunter Nematoden)

  • Erkrankungen (zum Beispiel eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis)

Symptome

Die Symptome können leicht bis lebensbedrohlich, akut oder chronisch sein.

Die akute eosinophile Pneumonie schreitet rasch voran. Sie kann zu Fieber, Brustschmerzen, die sich durch tiefes Atmen verschlechtern, Kurzatmigkeit, Husten und einem allgemeinen Krankheitsgefühl führen. Der Sauerstoffgehalt im Blut kann stark absinken, und ohne Behandlung kann sich die eosinophile Pneumonie innerhalb von Stunden oder Tagen zu einer akuten respiratorischen Insuffizienz steigern.

Das Löffler-Syndrom kann leichte Atemwegssymptome verursachen, falls es Symptome hervorruft. Betroffene können unter Husten, Keuchen und Kurzatmigkeit leiden, erholen sich aber normalerweise schnell.

Die chronische eosinophile Pneumonie, die langsam über Tage bis Wochen fortschreitet, kann ebenfalls ernst werden. Sie tritt von selbst oft erneut auf und kann sich über Wochen oder Monate verschlechtern. Ohne Behandlung kann es dabei zu lebensgefährlicher Kurzatmigkeit kommen.

Diagnose

  • Röntgenaufnahme und Computertomographie des Brustkorbs

  • Bronchoskopie

  • Bluttests zur Messung der Eosinophilen-Werte

Wenn der Arzt eine eosinophile Pneumonie vermutet, macht er zunächst eine Röntgenaufnahme.

Röntgenaufnahmen des Brustkorbs weisen bei einer akuten eosinophilen Pneumonie Veränderungen auf, die aber in ähnlicher Form auch bei anderen Erkrankungen auftreten können.

Bei chronischer eosinophiler Pneumonie kann eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs bei der Diagnose hilfreich sein.

Häufig ist zur Diagnose eine Computertomographie (CT) des Brustkorbs erforderlich, insbesondere bei einer akuten eosinophilen Pneumonie.

Die Menge der Eosinophile im Blut wird gemessen. Bei akuter eosinophiler Pneumonie kann die Anzahl der Eosinophilen im Blut auch normal sein. Bei der chronischen eosinophilen Pneumonie weisen die Blutuntersuchungen bis zu 10- bis 15-fach höhere Mengen an Eosinophilen nach als normal.

Bei der mikroskopischen Untersuchung von Spülmaterial der Alveolen, das während einer Bronchoskopie entnommen wurde, finden sich typische Ansammlungen von Eosinophilen. Bei anderen Laboruntersuchungen kann nach einer Infektion mit Pilzen oder Parasiten gesucht werden. Zu diesen Tests können mikroskopische Untersuchungen von Stuhlproben auf Würmer und andere Parasiten gehören.

Behandlung

  • Kortikosteroide

Die eosinophile Pneumonie kann leicht verlaufen und sich auch ohne Behandlung rasch bessern.

Im akuten Fall wird in der Regel ein Kortikosteroid wie Prednison eingesetzt.

Bei der chronischen eosinophilen Pneumonie kann Prednison viele Monate oder sogar Jahre nötig sein.

Wenn der Patient keuchen muss, werden dieselben Therapien wie bei Asthma eingesetzt. Wenn Würmer oder andere Parasiten die Ursache sind, wird der Patient mit den geeigneten Medikamenten behandelt. Medikamente, welche die Krankheit auslösen könnten, werden normalerweise abgesetzt.

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