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Divertikulose

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Der Darm ist der längste Teil des Verdauungskanals und ist für die Verdauung der Nahrung und die Aufnahme von Nährstoffen zuständig. Man unterscheidet zwischen Dünndarm und Dickdarm. Der Dickdarm (Colon) verbindet den Dünndarm mit dem Mastdarm (der Beutel am Ende des Dickdarms, wo der Stuhl bis zum Ausscheiden zwischengelagert wird).

Was ist Divertikulose?

Bei einer Divertikulose bilden sich mehrere winzige Säckchen oder Ausstülpungen im Dickdarm. Diese Ausstülpungen werden Divertikel genannt.

  • Divertikulose ist bei älteren Menschen häufig vorzufinden. So haben die meisten Menschen ab 90 Jahren Divertikulose.

  • Divertikulose verursacht in der Regel keine Symptome, sofern die Divertikel nicht zu bluten beginnen.

  • Divertikulitis ist eine Erkrankung mit ähnlichem Namen, dabei handelt es sich aber um eine schmerzhafte Entzündung der Divertikel.

  • Divertikulose kann bei einer Koloskopie oder einer Röntgenuntersuchung auf der Suche nach anderen Problemen festgestellt werden.

  • Durch eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Bildung weiterer Ausstülpungen möglicherweise verhindert werden.

Dickdarm mit Divertikeln

Divertikel sind ballonartige Ausstülpungen, die sich im Dickdarm bilden können.

Dickdarm mit Divertikeln

Was sind die Ursachen von Divertikulose?

Divertikulose wird vermutlich durch einen Überdruck im Darm verursacht. Eine ballaststoffarme Ernährung kann diesen erhöhten Druck auslösen. Der höhere Druck sorgt dafür, dass sich Schwachstellen in der Darmwand wölben, sodass sich sackartige Ausstülpungen bilden.

Divertikulose entsteht normalerweise erst ab dem 40. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter ist sie immer häufiger. Im Alter von 90 Jahren haben praktisch alle Menschen Divertikulose.

Was sind die Symptome von Divertikulose?

Die meisten Menschen mit Divertikulose weisen keine Symptome auf, verspüren manchmal einfach Folgendes:

  • Verstopfung

  • Krampfartige Bauchschmerzen

  • Blähungen

Ansonsten dürften Symptome selten sein, sofern es nicht zu Komplikationen wie Divertikulitis oder Blutungen kommt.

Wenn eine der Ausstülpungen zu bluten beginnt, kann Blut im Stuhl auftreten. Diese Blutungen hören normalerweise von selbst wieder auf, können aber recht stark sein.

Woran erkennt der Arzt eine Divertikulose?

Divertikulose wird entdeckt, wenn Tests aus anderen Gründen durchgeführt werden, wie etwa bei Bauchschmerzen oder Blutungen. Divertikulose kann bei den folgenden Untersuchungen festgestellt werden:

Wie wird Divertikulose behandelt?

Divertikulose an sich wird nicht behandelt, doch der Arzt kann versuchen, Komplikationen vorzubeugen, indem der Druck im Darm verringert wird. Dazu dienen folgende Maßnahmen:

  • Ballaststoffreiche Ernährung (mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten)

  • Viel trinken

  • Gelegentlich Einnahme von Produkten oder Nahrungsergänzungsmitteln mit Kleie zur Anreicherung des Stuhls

Die meisten Blutungen hören ohne Behandlung wieder auf. Falls nicht, wird oft eine Koloskopie mit folgenden Maßnahmen durchgeführt:

  • Verschließen der Blutung mit Hitze oder einem Laser

  • Injektion eines Medikaments

Wenn Behandlungen mittels Koloskopie die Blutung nicht stoppen können, wird möglicherweise eine Angiographie durchgeführt. Bei einer Angiographie wird ein kleiner Schlauch durch ein Blutgefäß bis zur blutenden Stelle eingeführt. Danach wird eine Substanz injiziert, um das blutende Blutgefäß zu verschließen. Selten ist eine Operation erforderlich, um die Blutung zu stoppen.

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