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Kurzinformationen

Übersicht über Hirntumoren

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2019| Inhalt zuletzt geändert Apr 2019
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Was ist ein Hirntumor?

Ein Hirntumor ist eine Wucherung in Ihrem Gehirn, die krebsartig sein kann. Hirntumoren können vom Gehirn ausgehen oder sich von einem anderen Körperteil auf das Gehirn ausgebreitet (metastasiert) haben.

  • Hirntumoren können schwere Probleme verursachen, auch wenn sie nicht krebsartig sind, weil der Schädel hart ist und es keinen Platz für den Tumor hat, um sich auszudehnen.

  • Wenn ein Hirntumor wächst, drückt er auf Ihr Gehirn und erhöht den Druck im Schädel, was sich auf das gesamte Gehirn auswirken und schnell tödlich sein kann.

  • Je nachdem, wo sie sich befinden, verursachen Hirntumoren verschiedene Symptome.

  • Häufige Symptome sind Kopfschmerzen, Persönlichkeitsveränderungen, Gleichgewichtsverlust, Konzentrationsschwierigkeiten, Krampfanfälle und Schwerfälligkeit

  • Bei älteren Menschen können Symptome von Hirntumoren mit Demenz verwechselt werden.

  • Die Behandlung kann chirurgische Eingriffe, Strahlentherapie oder Chemotherapie beinhalten.

Was sind die Symptome eines Hirntumors?

Symptome eines Hirntumors können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Es stellen sich u. a. folgende Symptome ein:

  • Kopfschmerzen, insbesondere wenn sie häufiger auftreten oder sich beim Hinlegen verschlimmern

  • Probleme mit der geistigen Funktion und der Stimmung, wie z. B. plötzliche Verschlossenheit, Launenhaftigkeit, Benommenheit, Verwirrtheit oder andere Verhaltensauffälligkeiten, die sich von Ihrem üblichen Charakter unterscheiden

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Verschwommenes Sehen

  • Schwindel, Gleichgewichtsverlust und Schwerfälligkeit

  • Krampfanfälle

  • Schläfrigkeit und Verwirrtheit

Je nachdem, in welchem Gehirnbereich sich der Tumor befindet, kann er die folgenden Dinge beeinträchtigen:

  • Bewegung eines Arms, eines Beines oder einer Körperseite

  • Sprechen oder Verstehen von Sprache

  • Gehör-, Geruchs- oder Sehsinn

Woran erkennt der Arzt einen Hirntumor?

Die folgenden Tests werden durchgeführt:

  • MRT des Kopfes

  • CT-Scan des Kopfes

  • Lumbalpunktion (Entnahme einer kleinen Menge der Flüssigkeit um das Gehirn und das Rückenmark mithilfe einer Nadel im unteren Rückenbereich, um Tests und mikroskopische Untersuchungen durchzuführen)

Manchmal kann der Arzt anhand der MRT oder des CT-Scans feststellen, um welche Tumorart es sich handelt. Manchmal wird eine Biopsie des Tumors vorgenommen (Entnahme eines Teils des Gewebes zur Betrachtung unter dem Mikroskop).

Wie wird ein Hirntumor behandelt?

Die Behandlung eines Hirntumors richtet sich danach, wo er ist und welche Symptome auftreten. Anders als bei Tumoren in anderen Körperteilen spielt es keine so große Rolle, ob ein Hirntumor krebsartig ist oder nicht. Auch gutartige Tumoren können zu schweren Gehirnproblemen führen. Es gibt folgende Behandlungsmöglichkeiten:

  • Chirurgischer Eingriff zur Entfernung des Tumors

  • Behandlungen zur Senkung des Schädelinnendrucks – diese umfassen Medikamente, Atemgeräte und Schläuche, um überschüssige Flüssigkeit aus dem Gehirn abzuleiten

Wenn Sie einen sehr kleinen, gutartigen Tumor haben, der nicht viele Symptome verursacht, kann der Arzt auch nichts unternehmen.

Entscheidungen zum Lebensende

Menschen mit bösartigen Hirntumoren können schnell nicht mehr in der Lage sein, Entscheidungen über ihre medizinische Versorgung und ihr Lebensende zu treffen. Wenn Sie einen bösartigen Hirntumor haben, sprechen Sie mit einem Psychologen oder Sozialarbeiter, um eine Patientenverfügung zu erstellen. Bei einer Patientenverfügung handelt es sich um einen Plan, mit dem Sie Ihren nahestehenden Personen und Ärzten mitteilen, welche medizinische Versorgung Sie am Ende Ihres Lebens wünschen.

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