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Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2020| Inhalt zuletzt geändert Apr 2020
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Quellen zum Thema

Arthritis bezeichnet eine Reihe von Erkrankungen, die zu schmerzhaften Schwellungen und Rötungen der Gelenke führen. Es gibt viele verschiedene Formen von Arthritis.

Was ist Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)?

Spondylitis ist eine arthritische Erkrankung der Wirbelsäule. Ankylose bedeutet Versteifung. Bei der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) handelt es sich also um eine Form von Arthritis, bei der die Wirbelsäule schmerzhaft versteift wird.

  • Spondylitis ankylosans betrifft nicht nur die Wirbelsäule, sondern führt auch zu Schwellungen, Versteifungen und Schmerzen in den großen Gelenken, den Fingern und den Zehen.

  • Gelegentlich sind auch andere Körperteile betroffen, wie etwa Augen, Lunge und bestimmte Blutgefäße.

  • Die Diagnose einer Spondylitis ankylosans gründet auf den Symptomen und einer Röntgenuntersuchung.

  • Medikamente können gegen Schmerzen und Steifheit helfen.

Spondylitis ankylosans bzw. Morbus Bechterew tritt 3-mal häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Die Krankheit macht sich in der Regel zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr bemerkbar.

Was sind die Ursachen von Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)?

Die genauen Ursachen der Spondylitis ankylosans sind nicht bekannt.

Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist größer, wenn Spondylitis ankylosans in der Familie vorkommt.

Was sind die Symptome von Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)?

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Rückenschmerzen, die meist nachts und am Morgen schlimmer sind

  • Morgensteifigkeit im Rücken, die sich durch Bewegung bessert

In manchen Fällen beginnt die Arthritis nicht im Rücken, sondern erste Schmerzen machen sich in Hüften, Knien oder Schultern bemerkbar.

Neben Rücken- und Gelenkschmerzen kann ein allgemeines Krankheitsgefühl mit folgenden Symptomen auftreten:

  • Leichtes Fieber

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust

Wenn die Rückenprobleme schlimmer werden, kann es mit der Zeit zu folgenden Erscheinungen kommen:

  • Permanent nach vorne gebeugte Haltung

  • Steife, gerade Wirbelsäule

  • Druck auf die aus der Wirbelsäule austretenden Nerven, der Taubheitsgefühle, ein Kribbeln, Schmerzen und Schwäche in den Beinen auslöst

Möglicherweise treten weitere Probleme auf, die nichts mit dem Rücken oder den Gelenken zu tun haben. Beispielsweise kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Gerötete, gereizte Augen, bisweilen mit beeinträchtigtem Sehvermögen (Uveitis)

  • Herzprobleme, die Brustschmerzen, Atembeschwerden oder Herzrhythmusstörungen auslösen

  • Lungenprobleme, die Husten und Atembeschwerden auslösen

Die meisten Patienten mit Spondylitis ankylosans haben geringfügige Behinderungen, können aber ein normales Leben führen. Einige sind stärker behindert, wenn sich die Wirbelsäule zum Beispiel sehr stark versteift.

Woran erkennt der Arzt eine Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)?

Die Diagnose der Spondylitis ankylosans stützt sich auf die auftretenden Symptome, die Familiengeschichte und eine Untersuchung. Dabei werden die folgenden Tests vorgenommen:

  • Röntgenaufnahmen zur Feststellung, wie stark die Gelenke geschädigt sind

  • Bluttests

Wie wird Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) behandelt?

Verabreichung nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) und Behandlung mit folgenden Schwerpunkten:

  • Linderung der Rücken- und Gelenkschmerzen

  • Erhaltung der Beweglichkeit in den Gelenken

  • Verhinderung oder Behebung einer Verformung der Wirbelsäule

  • Beibehalten der richtigen Körperhaltung und Kräftigung der Rückenmuskulatur

  • Verhinderung einer Schädigung anderer Organe

Bei einer sehr schweren Erkrankung an Spondylitis ankylosans können Biopharmazeutika verschrieben werden. Diese wirken auf das Immunsystem und lindern die Entzündung.

Bei Augenproblemen können Augentropfen verschrieben werden.

Nebst medikamentösen Behandlungen kann der Arzt Folgendes empfehlen:

  • Physiotherapie und tägliche Übungen, um die Muskeln zu kräftigen und einer gebeugten Haltung entgegenzuwirken

  • Das Rauchen aufgeben

  • In seltenen Fällen Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks, wenn die Hüftgelenke in gebeugter Haltung versteift sind

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