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Niedriger Blutdruck

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2020| Inhalt zuletzt geändert Feb 2020
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Was ist niedriger Blutdruck?

Mit jedem Herzschlag wird Blut durch die Arterien gepumpt. Bei den Arterien handelt es sich um die Blutgefäße, die das Blut vom Herzen zum Körper transportieren. Blutdruck ist der Druck des Blutes in den Arterien. Ein normaler Blutdruck sorgt dafür, dass das Blut durch den Körper fließt. Bluthochdruck belastet das Herz und kann die Arterien und andere Organe schädigen. Niedriger Blutdruck kann ebenfalls gefährlich sein.

  • Niedriger Blutdruck bedeutet, dass die Organe nicht mit ausreichend Blut versorgt werden.

  • Ursachen können Blutverlust oder Dehydratation (Mangel an Körperwasser) sein.

  • Betroffenen fühlen sich schwach, ihnen ist schwindlig und sie werden möglicherweise ohnmächtig.

  • Ärzte verabreichen Infusionen (direkt über die Vene, also intravenös) mit Flüssigkeit und verabreichen manchmal Medikamente, um den Blutdruck zu erhöhen.

  • Bei einem großen Blutverlust ist möglicherweise eine Bluttransfusion notwendig.

Wie wird der Blutdruck gemessen?

Zur Überprüfung des Blutdrucks kommt eine Blutdruckmanschette zum Einsatz. Bei der Blutdruckmessung werden zwei Zahlen angegeben. Der Blutdruck kann beispielsweise 120/80 (ausgesprochen „120 zu 80“) sein.

  • Die höhere Zahl gibt den höchsten Druck in den Arterien an, der entsteht, wenn das Herz das Blut herauspumpt.

  • Die niedrigere Zahl gibt den niedrigsten Druck in den Arterien an, der entsteht, wenn das Herz sich entspannt, kurz bevor es Blut in den Körper pumpt.

Wodurch wird niedriger Blutdruck verursacht?

Es kann zu niedrigem Blutdruck kommen, wenn:

  • nicht ausreichend Flüssigkeit in den Blutgefäßen ist

  • Die Pumpleistung des Herzens ist nicht stark genug.

  • die Blutgefäße sich entspannen und sich ausdehnen, was bedeutet, dass es nicht genug Flüssigkeit gibt, um sie zu füllen

Es gibt viele Probleme, die zu niedrigem Blutdruck führen. Zu diesen Problemen gehören u. a. folgende:

  • Blutverlust, z. B. infolge einer Verletzung oder während einer Operation

  • Verlust von zu viel Flüssigkeit (Dehydratation) infolge von Durchfall, Erbrechen oder viel Schwitzen

  • Herzprobleme, z. B. Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen

  • Schwere Infektionen (Sepsis)

  • Schwere allergische Reaktionen

  • Bestimmte Medikamente

Was sind die Symptome von niedrigem Blutdruck?

Zu den Symptomen gehören unter anderem:

  • Schwindel, insbesondere beim Aufstehen

  • Schwäche und Verwirrung

  • Ohnmacht

  • Kalte, blasse, schweißige Haut

Wird der niedrige Blutdruck nicht behandelt, kann es zu einem Kreislaufschock oder sogar zum Tod kommen.

Woher erkennt der Arzt niedrigen Blutdruck?

Zur Überprüfung des Blutdrucks kommt eine Blutdruckmanschette zum Einsatz. Wenn der Betroffene sehr krank ist oder sich auf der Intensivstation befindet, erhält er ggf. einen dünnen Plastikschlauch in eine oder mehrere Arterien gelegt, der mit einer Maschine verbunden ist. Diese Maschine misst durchgehend den Blutdruck des Patienten.

Wie wird niedriger Blutdruck behandelt?

Die Ursache des niedrigen Blutdrucks muss behandelt werden. Zum Beispiel: Leidet der Patient an Blutungen, führen Ärzte eine Operation durch, um diese zu stillen. Leidet der Patient an einer Infektion, erhält er Antibiotika. Der Blutdruck muss ungeachtet der Ursache immer erhöht werden.

Die Hauptbehandlung zur Erhöhung des Blutdrucks ist Folgendes:

  • Intravenöse Verabreichung von Flüssigkeiten (Flüssigkeiten werden über einen dünnen Kunststoffschlauch in eine Vene verabreicht)

Bei einem großen Blutverlust können Ärzte dem Patienten Folgendes verabreichen:

  • Bluttransfusionen

Wenn der Blutdruck des Patienten immer noch niedrig ist, nachdem zur Auffüllung der Blutgefäße ausreichend intravenöse Flüssigkeiten und Blut verabreicht wurden, werden ihm ggf. Medikamente verabreicht, um den Blutdruck zu erhöhen. Diese Medikamente lassen das Herz kräftiger schlagen und verengen die Blutgefäße. Da diese Medikamente gefährlich sein können, wird der Patient während der Verabreichung dieser streng überwacht.

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