Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link
Kurzinformationen

Menière-Krankheit

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2019| Inhalt zuletzt geändert Dez 2019
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie alle Einzelheiten
Quellen zum Thema

Was ist die Menière-Krankheit?

Bei der Menière-Krankheit handelt es sich um eine Erkrankung des Innenohrs, die durch Episoden mit schweren Schwindelanfällen, Hörverlust und einem Klingeln im Ohr gekennzeichnet ist.

  • Die Symptome treten unvermittelt auf und können mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen.

  • Die Schwindelanfälle dauern in der Regel 1 bis 6 Stunden, können aber bis zu 24 Stunden anhalten.

  • Bei der Menière-Krankheit ist jeweils nur ein Ohr betroffen.

  • Die Menière-Krankheit tritt in der Regel bei Personen im Alter von 20 bis 50 Jahren auf.

  • Die Anfälle verschwinden ebenso unvermittelt, wie sie auftreten.

  • Mit der Zeit kann es in dem betroffenen Ohr zu einem Rückgang oder zu einem vollständigen Verlust des Hörvermögens kommen.

Was sind die Ursachen der Menière-Krankheit?

Die Menière-Krankheit kann erblich bedingt sein. Einige Ärzte sind der Meinung, dass sie durch schlechte Durchblutung oder Probleme mit dem Immunsystem ausgelöst wird.

Was sind die Symptome der Menière-Krankheit?

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Starkes Schwindelgefühl, das ohne ersichtlichen Grund plötzlich auftritt und mehrere Stunden anhält

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Klingeln in einem Ohr (Tinnitus)

  • Vermindertes Hörvermögen im betroffenen Ohr

Das Schwindelgefühl nimmt bei Bewegung weder zu noch ab.

Zudem können Betroffene die folgenden Symptome wahrnehmen:

  • Ein Völle- oder Druckgefühl im Ohr, das gelegentlich vor dem Schwindelanfall auftritt

Woran erkennt der Arzt die Menière-Krankheit?

Der Verdacht auf die Menière-Krankheit stellt sich aufgrund der Symptome der betroffenen Person.

Es gibt keinen Test, um das Vorliegen der Menière-Krankheit mit Bestimmtheit festzustellen. Gelegentlich wird jedoch eine MRT vorgenommen, um sicherzustellen, dass die Symptome keinen anderen Grund haben. In der Regel wird auch ein Hörtest gemacht.

Wie wird die Menière-Krankheit behandelt?

Gegen das Schwindelgefühl, die Übelkeit und das Erbrechen werden in der Regel Medikamente verschrieben. Von der Teilnahme an Aktivitäten mit erhöhtem Sturzrisiko wird abgeraten.

Um die Häufigkeit der Anfälle zu senken, können die folgenden Umstellungen der Ernährung vorgeschlagen werden:

  • Salzarme Ernährung

  • Kein Alkohol

  • Kein Koffein

Weitere mögliche Maßnahmen:

  • Einnahme eines Diuretikums (ein Arzneimittel, das die Ausscheidung von Urin fördert)

  • Verabreichung von Kortikosteroiden in Tablettenform oder als Injektion

Es gibt keine Methode, um den Gehörverlust aufzuhalten. Mit der Zeit kann deshalb ein Hörgerät notwendig werden.

Wenn die betroffene Person unter starken Schwindelanfällen leidet, die sich nicht medikamentös lindern lassen, kann Folgendes versucht werden:

  • Chirurgischer Eingriff zur Ableitung der Flüssigkeit aus dem Innenohr

  • Injektion eines Medikaments durch das Trommelfell

  • Durchtrennung des Gleichgewichtsnervs im Ohr als letzter Ausweg

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen

WEITERE THEMEN IN DIESEM KAPITEL

Erfahren Sie

Testen Sie Ihr Wissen

Pflegeheime
Pflegeheime sind für Menschen ideal, die Hilfe bei der medizinischen Versorgung von chronischen Erkrankungen benötigen, jedoch nicht stationär im Krankenhaus aufgenommen werden müssen. In den Vereinigten Staaten hat der Begriff “Pflegeheim” eine besondere Bedeutung. Welche der folgenden Aussagen ist die richtige Definition eines “Pflegeheims”?

Auch von Interesse

NACH OBEN