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Spina bifida

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2021| Inhalt zuletzt geändert Feb 2021
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Was versteht man unter Spina bifida?

Eine Neuralrohrfehlbildung (Spina bifida) ist ein Geburtsfehler der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule des ungeborenen Kindes bildet sich nicht normal aus. Manchmal sind das Rückenmark und die Nerven, die aus dem Rückenmark hervorgehen, von dieser Fehlbildung betroffen. Dies kann keine oder langfristige Probleme beim Gehen, Urinieren und Stuhlgang verursachen.

Spina bifida: Eine Fehlbildung der Wirbelsäule

Bei der Spina bifida bilden sich die Knochen der Wirbelsäule (Rückenwirbel) nicht normal aus. Spina bifida kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten.

Bei der okkulten Spina bifida (okkult heißt verborgen) sind Fehlbildungen an Wirbeln und Rückenmark und den Gewebeschichten, die es umgeben (Rückenmarkshäute), mit Haut bedeckt und daher nicht sichtbar. Manchmal ist als einziges Symptom ein Haarbüschel, eine Vertiefung oder ein pigmentierter Bereich auf der Haut über dem Defekt zu sehen.

Bei der Meningozele wölben sich die Rückenmarkshäute aus den unvollständig ausgebildeten Rückenwirbeln hervor und bilden eine flüssigkeitsgefüllte Ausbuchtung unter der Haut. Das Rückenmark ist in seiner normalen Position.

Bei der schwersten Ausprägungsform, der Meningomyelozele, wölbt sich neben den Rückenmarkshäuten auch das Rückenmark hervor. Der betroffene Bereich sieht roh und rot aus, das Kind ist meist stark behindert.

Spina bifida: Eine Fehlbildung der Wirbelsäule

Wie entsteht eine Spina bifida?

Zu den Ursachen einer Spina bifida zählen:

  • Nicht ausreichend Folsäure vor und während der Schwangerschaft

  • Eine genetische Störung

  • Verwendung bestimmter Medikamente während der Schwangerschaft, wie Valproinsäure

Welche Symptome zeigen sich bei einer Spina bifida?

Viele Kinder mit kleinen Defekten haben keinerlei Symptome. Die meisten Symptome sind Schädigungen des Gehirns oder des Rückenmarks. 

Es stellen sich u. a. folgende Symptome ein:

  • Zu viel Flüssigkeit in Hohlräumen im Gehirn (Hydrozephalus)

  • Lernbehinderungen

  • Schluckschwierigkeiten

  • Gangunsicherheit

  • Taubheit der Haut über dem Rückenmark

  • Unfähigkeit oder Probleme beim Wasserlassen

  • Häufige Harnwegsinfektionen

  • Keine Kontrolle über den Stuhlgang

Wie wird festgestellt, ob ein Baby Spina bifida hat?

Wie wird eine Spina bifida behandelt?

In der Regel mit einer Operation.

  • Ein Spezialistenteam bestimmt, um welche Form von Defekt es sich handelt und wie schwer der Defekt ist und sprechen mit der Familie über Behandlung und Versorgung

  • Der Arzt behandelt Probleme mit der Blase, Knochen, Muskeln und anderen Bereichen

Kann eine Spina bifida verhindert werden?

Ärzte empfehlen allen Frauen, die schwanger werden oder schwanger werden möchten, Folsäure (Folat Folsäuremangel Folsäuremangel tritt häufig auf. Da der Körper nur wenig Folsäure speichern kann, führt eine folsäurearme Ernährung innerhalb weniger Monate zu einem Mangel. Werden ungekochtes Blattgemüse und... Erfahren Sie mehr ) einzunehmen. Studien zeigen, dass Folsäure hilft, Spina bifida und ähnliche Defekte beim ungeborenen Baby zu verhindern.

  • Frauen, die bereits ein Baby mit Spina bifida hatten, tragen ein höheres Risiko, ein weiteres Baby mit dem gleichen Defekt zu bekommen. Sie sollten daher mit der Einnahme hochdosierter Folsäure beginnen, bevor sie schwanger werden, und das 1. Drittel der Schwangerschaft hindurch einnehmen

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie viel Folsäure Sie benötigen.

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