Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

Lädt...

Psoriasisarthritis

Von

Apostolos Kontzias

, MD, Stony Brook University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Kurzinformationen
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Quellen zum Thema

Die Psoriasisarthritis ist eine Spondylarthritis und eine Form der Gelenkentzündung bei Patienten mit Psoriasis der Haut oder der Nägel.

  • Bei Personen mit Psoriasis können auch Gelenkentzündungen auftreten.

  • Zumeist sind das Hüftgelenk, die Knie sowie Finger- und Zehengelenke betroffen.

  • Die Diagnose gründet auf den Symptomen.

  • Nichtsteroidale Antirheumatika, krankheitsmodifizierende Antirheumatika (wie Methotrexat), Cyclosporin und Tumornekrosefaktor-Hemmer können helfen.

Die Psoriasisarthritis ist eine Form der Spondylarthritis.

Die Krankheit ähnelt der rheumatoiden Arthritis, ohne dass die für sie typischen Antikörper vorliegen. Die Psoriasisarthritis tritt bei etwa 30 Prozent der Patienten mit Psoriasis (Schuppenflechte) auf (einer Hautkrankheit mit schubweise auftretendem gerötetem schuppigem Ausschlag und verdickten Nägeln mit lochartigen Vertiefungen). Träger eines bestimmten Gens (HLA-B27) und Personen mit Krankheitsfällen in der Familie haben ein erhöhtes Risiko für eine Psoriasisarthritis der Wirbelsäule. Die Ursache für diese Erkrankung ist nicht bekannt.

Symptome

Von der Entzündung sind gewöhnlich Finger- und Zehengelenke betroffen; sie kommt aber auch an anderen Gelenken, wie Hüfte, Knie oder Wirbelsäule vor. Häufig sind die Gelenke der oberen Extremitäten stärker betroffen. Es können Rückenschmerzen auftreten.

Wenn die Entzündung chronisch wird, schwellen die Gelenke an und verformen sich. Mehr als die rheumatoide Arthritis befällt die Psoriasisarthritis die Gelenke asymmetrisch (eine Körperseite ist stärker betroffen als die andere). Außerdem sind weniger Gelenke befallen. Bänder oder Sehnen können sich an den Verbindungsstellen um die Gelenke herum entzünden (Enthesitis). Einige Patienten mit Psoriasisarthritis haben auch eine Fibromyalgie, die Muskelschmerzen, Gelenksteife und Erschöpfung verursacht.

Der Psoriasis-Ausschlag kann vor oder nach Beginn der Arthritis auftreten. Manchmal wird der Ausschlag nicht erkannt, da er auf der Kopfhaut, im Nabel oder in Hautfalten, z. B. den Gesäßfalten, versteckt ist. Haut- und Gelenksymptome können gleichzeitig auftreten und gleichzeitig verschwinden, was aber nicht unbedingt der Fall sein muss. Manchmal sind die Hautsymptome stärker als die Gelenksymptome und manchmal sind die Gelenksymptome stärker.

Diagnose

  • Bluttests

  • Röntgenaufnahmen

Die Diagnose einer Psoriasisarthritis steht fest, wenn die charakteristische Gelenkentzündung bei einem Patienten mit Arthritis und Psoriasis auftritt. Häufig wird auch nach Psoriasis-Erkrankungen in der Familie gefragt.

Es gibt keine Tests, um die Diagnose zu belegen. Um eine rheumatoide Arthritis auszuschließen, werden jedoch Bluttests durchgeführt, und das Ausmaß der Gelenkschäden wird durch Röntgenaufnahmen bestimmt.

Prognose

Da bei der Psoriasisarthritis weniger Gelenke betroffen sind als bei der rheumatoiden Arthritis, ist die Prognose besser. Dennoch können die Gelenke stark geschädigt werden.

Behandlung

  • Krankheitsmodifizierende Antirheumatika

  • Tumornekrosefaktor-Hemmer

  • Ustekinumab, Secukinumab, Ixekizumab, Tofacitinib, Abatacept und Apremilast

Die Behandlung zielt darauf ab, den Hautausschlag einzudämmen und die Gelenkentzündung zu verringern. Mehrere Medikamente, die bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis wirksam sind ( Rheumatoide Arthritis (RA) : Arzneimittel zur Behandlung einer rheumatoiden Arthritis), werden auch zur Behandlung von Psoriasisarthritis eingesetzt, insbesondere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD – insbesondere Methotrexat), das Immunsuppressivum Ciclosporin und biologische Wirkstoffe. Biologische Wirkstoffe bestehen aus lebenden Organismen und hemmen bestimmte chemische Stoffe, die am Immunsystem beteiligt sind. Hierzu zählen Hemmstoffe des Tumornekrosefaktors (TNF-Hemmer wie Adalimumab, Etanercept, Infliximab, Certolizumab pegol und Golimumab), Ustekinumab, Secukinumab, Ixekizumab, Tofacitinib, Abatacept und Apremilast. TNF-Hemmer sind bei Psoriasisarthritis besonders effektiv.

Ustekinumab, Secukinumab und Ixekizumab werden als Injektion verabreicht und können zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Psoriasisarthritis eingesetzt werden. Sie können auch Entzündungen und Gelenksymptome lindern.

Apremilast wird oral eingenommen und kann bei mittelschweren bis schweren Formen der Psoriasisarthritis angewendet werden.

Weitere Informationen

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

Videos

Alle anzeigen
Strecken des Musculus gastrocnemius im Stehen
Video
Strecken des Musculus gastrocnemius im Stehen
1. Stellen Sie sich mit dem Gesicht zur Wand oder neben die Wand und stützen Sie die Hände...
3D-Modelle
Alle anzeigen
Frühe rheumatoide Arthritis in der Hand
3D-Modell
Frühe rheumatoide Arthritis in der Hand

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN