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Granuloma inguinale

(Donovanosis)

Von

Sheldon R. Morris

, MD, MPH, University of California San Diego

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Granuloma inguinale ist eine seltene sexuell übertragbare Krankheit, die vom Bakterium Klebsiella granulomatis ausgelöst wird. Sie führt zu chronischer Entzündung und Vernarbung der Genitalien.

  • Granuloma inguinale verursacht in der Regel einen schmerzfreien, roten Knoten im oder nahe am Genitalbereich. Dieser vergrößert sich langsam, zerfällt und bildet ein offenes Geschwür.

  • Ärzte vermuten die Infektion bei Personen, die typische Symptome aufweisen und in Gebieten leben, wo diese Infektion vorkommt. Sie bestätigen die Diagnose durch Untersuchung einer Flüssigkeitsprobe aus der Wunde.

  • Eine Behandlung mit Antibiotika ist in der Regel wirksam.

Granuloma inguinale kommt in Industrieländern äußerst selten vor, tritt aber immer noch in Papua Neuguinea, Australien, Südafrika, in der Karibik und Teilen von Brasilien und Indien auf.

Symptome

Symptome von Granuloma inguinale beginnen normalerweise 1 bis 12 Wochen nach Infektion. Das erste Symptom ist ein schmerzloser, roter Knoten, der sich langsam zu einer runden, erhabenen und übel riechenden Geschwulst entwickelt. Diese Geschwulst bricht dann auf und bildet eine Wunde in der Nähe des ursprünglichen Infektionsherdes:

  • Penis, Skrotum, Lenden und Schenkel bei Männern

  • Vulva, Vagina und umgebende Haut bei Frauen

  • Bei beiden Geschlechtern das Gesicht

  • Anus und Gesäß bei Menschen, die Analverkehr praktizieren

Geschwüre vergrößern sich langsam und befallen das umliegende Gewebe, was weitere Schäden verursacht. Die Geschwüre können sich ebenfalls durch Kontakt mit anderen Körperstellen ausbreiten. Ohne Behandlung breiten sich die Geschwüre weiter aus.

Die Geschwüre verheilen langsam und können bleibende Narben zur Folge haben.

Manchmal erstreckt sich die Infektion auf die Lymphknoten in der Leiste, was zu deren Anschwellung führt, oder sie gerät durch die Blutbahn in die Knochen, die Gelenke oder die Leber.

Diagnose

  • Untersuchung der Wundflüssigkeit

Ein Verdacht auf Granuloma inguinale besteht bei Personen, die in Gebieten leben, wo diese Infektion vorkommt, und die infektionstypische Läsionen haben.

Um Granuloma inguinale als Diagnose zu bestätigen, entnehmen Ärzte Flüssigkeitsproben, die von der Wunde abgeschabt wurden, und untersuchen sie mikroskopisch.

Wenn die Diagnose unklar ist, entnehmen Ärzte eine Gewebeprobe und untersuchen diese mikroskopisch (Biopsie).

Vorbeugung

Folgende allgemeine Maßnahmen können die Vorbeugung von Granuloma inguinale (und anderer Geschlechtskrankheiten) unterstützen:

  • Regelmäßige und korrekte Benutzung von Kondomen ( Gebrauch eines Kondoms)

  • Das Vermeiden unsicherer Sexpraktiken, wie häufiger Wechsel der Sexualpartner, oder Geschlechtsverkehr mit Prostituierten oder Partnern, die Sex mit anderen Partnern haben

  • Sofortige Diagnose und Behandlung der Infektion (um eine Ansteckung anderer Menschen zu vermeiden)

  • Identifikation der Sexualpartner/-innen infizierter Personen mit anschließender Beratung oder Behandlung dieser Sexualpartner

Sexuelle Abstinenz (anal, vaginal oder oral) ist der zuverlässigste Weg zur Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten, der jedoch häufig unrealistisch ist.

Behandlung

  • Ein Antibiotikum, wie z. B. Trimethoprim-Sulfamethoxazol oder Doxycyclin

  • Testen und Behandlung der Sexualpartner

Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Doxycyclin, Erythromycin, Ciprofloxacin oder Azithromycin zur mindestens 3-wöchigen Einnahme durch den Mund sind wirksam. Gelegentlich werden Antibiotika als Injektion in einen Muskel oder eine Vene verabreicht.

Die Behandlung führt in der Regel innerhalb von 7 Tagen zu einer Besserung. Hat sich die Infektion jedoch auf die lokalen Lymphknoten in der Leiste ausgebreitet, verläuft die Heilung langsamer, und die Knoten können erneut auftreten. Dann muss längere Zeit behandelt werden. Wenn die Behandlung anzuschlagen scheint, sollten die Patienten 6 Monate lang regelmäßig untersucht werden.

Alle Sexualpartner/-innen der letzten Zeit sollten untersucht und ebenfalls behandelt werden, wenn sie sich infiziert haben.

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