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Melasma

(Chloasma)

Von

Shinjita Das

, MD, Harvard Medical School

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Quellen zum Thema

Ein Melasma führt auf sonnenexponierten Hautflächen gewöhnlich im Gesicht zu dunkelbraunen Pigmentflecken.

  • Es erscheinen fleckige, dunkle Bereiche auf der Haut.

  • Die ärztliche Diagnose stützt sich in der Regel auf die Untersuchung der Haut.

  • Die Behandlung umfasst Sonnenschutz und Bleichcremes für die Haut.

Ein Melasma wird wahrscheinlich durch eine Überproduktion des Pigments Melanin hervorgerufen. Melanin wird von speziellen Zellen, die Melanozyten genannt werden, produziert (siehe Hautpigmente – ein Überblick). Das Vorkommen zu vieler Pigmente in der Haut nennt man Hyperpigmentierung. Ein Melasma tritt meist während der Schwangerschaft (sogenannte Schwangerschaftsmaske) und bei Frauen, die orale Kontrazeptiva einnehmen, auf. Es kann aber so gut wie jeden treffen. Die Erkrankung ist bei dunkelhäutigen Personen am häufigsten und dauert bei ihnen länger. Zehn Prozent der Fälle treten bei nicht schwangeren Frauen und bei dunkelhäutigen Männern auf.

Personen, die viel Zeit in der Sonne verbringen, haben ein erhöhtes Melasma-Risiko. Weitere Risikofaktoren umfassen autoimmune Schilddrüsenerkrankungen und Medikamente, durch die die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht wird.

Symptome

Es kommt zu unregelmäßigen fleckigen Bereichen dunkler Haut, insbesondere auf beiden Seiten des Gesichts. Die Pigmentstörung tritt häufig in der Mitte des Gesichts, auf den Wangen, der Stirn, den Schläfen, der Oberlippe und auf der Nase auf. Manchmal haben Menschen die Flecken nur an den Seiten des Gesichts. In seltenen Fällen treten Melasmen auf den Unterarmen auf. Die Flecken verursachen keinen Juckreiz oder Schmerzen und sind lediglich ein kosmetisches Problem.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Untersuchung mit Wood-Licht

Die ärztliche Diagnose des Melasmas stützt sich auf die Untersuchung der Haut.

Es wird möglicherweise eine Untersuchung mit Wood-Licht durchgeführt, um eine Hyperpigmentierung in den oberen Hautschichten von anderen Hauterkrankungen zu unterscheiden.

Behandlung

  • Sonnenschutz

  • Hautbleichende Cremes

  • Gelegentlich chemische Peelings

Melasma-Patienten sollten ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 oder höher verwenden, schützende Kleidung tragen und die Sonne meiden, um zu verhindern, dass die Erkrankung schlimmer wird.

Auf die Haut aufgetragene Behandlungen sind nur wirksam, wenn die Hyperpigmentierung die oberen Hautschichten betrifft. Cremes zum Bleichen der Haut, die Hydrochinon, Tretinoin oder ein Kortikosteroid enthalten, können zusammen beim Aufhellen der dunklen Hautflecken hilfreich sein. Hydrochinon sollte nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden, da seine Langzeitanwendung sogar zu dauerhafter Hyperpigmentierung führen kann. Eine Creme mit Azelainsäure kann anstelle von oder zusammen mit Hydrochinon, Tretinoin oder beidem verwendet werden.

Ärzte probieren manchmal bei Menschen, die nicht auf Hautbleichcremes reagieren, chemische Peelings mit Glykolsäure oder Trichloressigsäure aus.

Laserbehandlungen und Tranexamsäure (ein über den Mund einzunehmendes Medikament) werden ebenfalls angewendet.

Während und nach der Behandlung müssen die Patienten strikten Sonnenschutz anwenden, da die Behandlungen die Hautempfindlichkeit gegenüber Sonnenbränden erhöhen. Außerdem können auch selbst wenige Stunden Sonneneinwirkung dazu führen, dass die Hyperpigmentierung in den behandelten Bereichen erneut einsetzt, was die Ergebnisse monatelanger Behandlung zunichte machen würde.

Wenn die Haut vor der Sonne geschützt wird, bleichen Melasmen häufig nach der Schwangerschaft oder nach Absetzen des oralen Verhütungsmittels aus. Bei Männern verblassen Melasmen selten.

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