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Eingewachsene Barthaare

(Pseudofolliculitis Barbae)

Von

Wendy S. Levinbook

, MD, Hartford Dermatology Associates

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Eingewachsene Barthaare entzünden sich, wenn das Haar die Haut durchstößt, bevor es den Haarfollikel verlässt, oder wenn es sich nach Verlassen des Haarfollikels wieder zurück in die Haut krümmt.

Das passiert am häufigsten im Bart- und Halsbereich dunkelhäutiger Männer, die stark gelocktes Haar haben und sich rasieren. Es kann auch bei Frauen vorkommen, die sich rasieren, insbesondere in der Leistenbeuge und an allen Stellen, an denen Haare abrasiert oder gezupft werden. Jedes eingewachsene Haar lässt einen kleinen Pickel mit kaum sichtbarem, gebogenem Haar in der Mitte entstehen. Eine Narbenbildung kann die Folge sein.

Die Diagnose stützt sich auf das charakteristische Erscheinungsbild.

Behandlung

  • Eine geeignete Rasurtechnik und warme Kompressen

  • Gegen die Entzündung helfen Cremes (Kortikosteroide, Antibiotika, Benzoylperoxid oder Retinoide) oder orale Medikamente.

Bei Pickeln sollte das Rasieren zuerst einmal unterlassen werden und es empfiehlt sich das Auflegen warmer Kompressen mehrmals am Tag, um den Bereich zu beruhigen. Eingewachsene Haare können mit einer sterilen Nadel oder einem Zahnstocher herausgezogen werden.

Bei einer leichten Entzündung werden mitunter schwache Kortikosteroid- oder Antibiotikacremes verordnet, die direkt auf das entzündete Areal aufgetragen werden.

Bei mäßiger bis schwerer Entzündung ist unter Umständen die orale Einnahme von Antibiotika erforderlich. In leichten oder mittelschweren Fällen können eine Benzoylperoxid-Creme und Retinoid als Gel, Flüssigkeit oder Creme hilfreich sein. Es können aber Hautreizungen entstehen.

Manche Menschen benötigen ggf. einen kurzen Behandlungszyklus mit Kortikosteroiden, die über den Mund eingenommen werden.

Wenn man wieder mit dem Rasieren beginnt, sollte auf eine korrekte Rasiertechnik geachtet werden.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung ist, das Rasieren einzustellen und den Bart wachsen zu lassen. Längere Haare biegen sich nicht mehr zurück und können die Haut nicht mehr durchbohren.

Wenn ein Mann keinen Bart wünscht, kann er ein Enthaarungsmittel (eine Flüssigkeit oder Creme, mit der unerwünschtes Haar entfernt werden kann) anwenden, da das Problem bei einer chemischen Entfernung der Haare nicht auf die gleiche Art auftritt wie bei einer Rasur. Die chemische Haarentfernung reizt jedoch häufig die Haut. Haare können außerdem dauerhaft durch Elektrolyse oder mit einer Laserbehandlung entfernt werden.

Muss man sich rasieren, so sollte zunächst der Bart angefeuchtet werden und die Rasierklinge in die gleiche Richtung bewegt werden, wie das Haar wächst. Das Rasieren mit mehreren Rasierbewegungen sollte unterlassen werden.

Eine Eflornithin-Creme kann helfen, das Haarwachstum zu verlangsamen, damit man sich nicht so häufig rasieren muss.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
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