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Nasenpolypen

Von

Marvin P. Fried

, MD, Montefiore Medical Center, The University Hospital of Albert Einstein College of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2019| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Quellen zum Thema

Nasenpolypen sind fleischige Wucherungen der Nasenschleimhaut.

  • Nasenpolypen entwickeln sich leichter bei Menschen mit Allergien oder Asthma.

  • Ein durch Polypen verursachtes Symptom ist die Nasenverstopfung.

  • Ärzte diagnostizieren Nasenpolypen in der Regel auf Grundlage ihrer charakteristischen Erscheinung.

  • Kortikosteroide können Polypen schrumpfen lassen oder zerstören, aber manchmal müssen sie auch operativ entfernt werden.

Polypen bilden sich häufig als tränenförmige Gewächse im Bereich der Zugänge zu den Nasennebenhöhlen. Ein ausgereifter Polyp ähnelt einer geschälten, kernlosen Weinbeere. Im Gegensatz zu Polypen, die sich im Darm oder in der Blase befinden, sind Polypen in der Nase keine Tumoren und stellen kein erhöhtes Krebsrisiko dar. Sie sind bloß eine Reflexion der Entzündung, auch wenn die familiäre Vorgeschichte eine Rolle spielen kann.

Polypen können während einer Infektion der Nase oder der Nebenhöhlen entstehen und nach deren Abklingen wieder verschwinden, oder sie entstehen langsam und bleiben bestehen. Nasenpolypen können sich ebenfalls bilden, wenn ein Fremdkörper in der Nase ist. Einige Personen, die allergisch gegen Aspirin und andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sind, leiden an einer Kombination aus Asthma, chronischer Nasen- und Nasennebenhöhlenverstopfung und haben Polypen. Es ist nicht klar, inwiefern Nasenpolypen im Zusammenhang mit Allergie und anderen Atemwegserkrankungen stehen. Nasenpolypen können Nebenhöhlenentzündungen hervorrufen, wenn Polypen den Zugang der Nebenhöhlen versperren. In seltenen Fällen kommt es zu Rhinosporidiose (eine Infektion der Nase, die sich durch blutende Polypen auszeichnet), die eine chronische Rhinitis verursachen kann.

Symptome

Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass sie Nasenpolylen haben, obwohl sie folgende Symptome aufweisen:

  • Niesen

  • Nasenverstopfung

  • Verengung

  • Abfluss von Flüssigkeit in den Rachen (Postnasal-Drip-Syndrom)

  • Gesichtsschmerzen

  • Exzessiver Nasenausfluss

  • Verlust des Geruchssinns (Anosmie)

  • Beeinträchtigter Geruchssinn (Hyposmie)

  • Juckreiz um die Augen

  • Chronische Sinusinfektionen

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Mitunter Biopsie

Ärzte diagnostizieren Nasenpolypen in der Regel auf Grundlage ihrer charakteristischen Erscheinung.

Der Arzt kann eine Biopsie des Polyps durchführen, um sicherzustellen, dass es sich nicht um Krebs handelt.

Behandlung

  • Kortikosteroide

  • Manchmal operative Eingriffe

Kortikosteroidhaltige Nasensprays oder Tabletten lassen die Polypen schrumpfen oder sich vollständig zurückbilden. Die operative Entfernung von Polypen ist erforderlich, wenn sie die Atemwege blockieren oder häufige Infektionen der Nebenhöhlen verursachen.

Wird die eigentliche Reizung, Infektion oder Allergie nicht behandelt, wachsen Polypen häufig nach. Ein Spray mit Kortikosteroiden kann dann Rückfälle verlangsamen. Dennoch sollten sich Betroffene mittels Endoskopie der Nase regelmäßig untersuchen lassen (Blick in die Nase mit einem kleinen starren oder flexiblem Sichtrohr), damit anhaltende oder wiederkehrende Probleme bemerkt und behandelt werden können. Bei Personen mit starken durch rezidivierende Polypen verursachten Symptomen muss möglicherweise ein Teil der Nebenhöhlen entfernt oder korrigiert werden. Die meisten chirurgischen Verfahren werden mittels Endoskop (einem biegsamen Beobachtungstubus) durchgeführt.

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