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Submandibularraum-Infektion

(Ludwig-Angina; Angina Ludovici)

Von

Clarence T. Sasaki

, MD, Yale University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Eine Submandibularraum-Infektion ist eine bakterielle Infektion des Mundbodens.

Bakterien können sich ausgehend von einem infizierten unteren Zahn in das Gewebe unter und um die Zunge ausbreiten. Bei Menschen mit schlechter Mundhygiene und bei Menschen, denen ein Zahn gezogen wurde oder die einen Kieferbruch hatten, besteht ein höheres Risiko. Die Infektion verursacht Schwellungen, die die Luftröhre blockieren können, was zu Atembeschwerden bis hin zum Ersticken führen kann.

Symptome

Von einer Submandibularraum-Infektion betroffene Personen haben Schmerzen und weisen Druckempfindlichkeit unter der Zunge und/oder unter dem Kiefer auf. Der Schmerz wird beim Öffnen des Mundes oder beim Schlucken stärker.

Fieber und Schüttelfrost sind häufige Begleitsymptome.

Später verschlimmern sich die Schwellungen und können zu unkontrolliertem Speichelfluss und lauten Atemgeräuschen führen. Nach Einsetzen der Schwellung kann es innerhalb von Stunden zur Blockierung der Luftröhre und zum Tod kommen.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Manchmal Computertomographie

Die Diagnose einer Submandibularraum-Infektion basiert häufig auf der Untersuchung des Mundes.

Wenn die Diagnose unklar bleibt, wird eine Computertomographie (CT) durchgeführt. Falls jedoch eine Blockierung der Luftröhre droht, wird die CT verschoben und umgehend eine Behandlung eingeleitet.

Behandlung

  • Beatmungsschlauch mit anschließendem operativem Eingriff, um Eiter aus dem Abszess abzuleiten

  • Antibiotika

Die Behandlung einer Submandibularraum-Infektion muss schnell erfolgen, um eine Blockierung der Luftröhre zu verhindern.

Der Patient wird in den Operationssaal gebracht. Der Arzt führt mithilfe eines faseroptischen Sichtrohrs einen Atemschlauch aus Kunststoff durch die Nase in die Luftröhre (Trachea) ein. Dieser Schlauch hält die Atemwege geöffnet. Dann eröffnet der Arzt den infizierten Bereich chirurgisch, damit die Infektion ablaufen kann.

Antibiotika wie Clindamycin werden in die Vene gespritzt.

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