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Hydrozephalus

Von

Stephen J. Falchek

, MD, Nemours/Alfred I. duPont Hospital for Children

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2019| Inhalt zuletzt geändert Apr 2019
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Der Hydrozephalus ist eine Ansammlung von überschüssiger Flüssigkeit in den normalen Räumen innerhalb des Gehirns (Ventrikel) und/oder zwischen den mittleren und inneren Gewebeschichten (Hirnhäuten), die das Gehirn bedecken (der Subarachnoidalraum). Die zusätzliche Flüssigkeit verursacht normalerweise einen vergrößerten Kopf und Entwicklungsstörungen.

  • Ein Hydrozephalus entsteht, wenn die Flüssigkeit in den offenen Räumen des Gehirns (Ventrikeln) nicht abfließen kann.

  • Viele Erkrankungen, wie Geburtsfehler, Hirnblutungen oder Hirntumoren können die Flüssigkeitsansammlung verursachen.

  • Zu den typischen Symptomen gehören ein ungewöhnlich großer Kopf und eine verzögerte Entwicklung.

  • Die Diagnose wird mithilfe von Computertomographie (CT), Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) gestellt.

  • Um eine Drainage (Shunt) im Gehirn oder eine Öffnung zum Flüssigkeitsabfluss zu legen, ist eine Operation erforderlich.

Die das Gehirn umgebende Flüssigkeit (Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit, Liquor) wird in Hohlräumen im Gehirn produziert, die man Hirnventrikel oder Gehirnkammern nennt. Diese Flüssigkeit wird ständig produziert und muss in einen anderen Bereich abfließen, um von dort ins Blut aufgenommen zu werden. Ein Hydrozephalus (Wasserkopf) entsteht, wenn die Flüssigkeit in den Ventrikeln und/oder im Subarachnoidalraum nicht abfließen kann. Es erhöht sich oft der Druck in den Ventrikeln, mit der Folge, dass das Gehirn zusammengedrückt wird.

Viele Erkrankungen, wie Geburtsfehler, Hirnblutungen (die oft bei Frühgeborenen auftreten) oder Hirntumoren können eine Abflussbehinderung und damit einen Hydrozephalus verursachen. Ein Wasserkopf (Hydrozephalus) kann auch durch bestimmte Gendefekte verursacht werden.

Säuglinge können mit dem Hydrozephalus geboren werden oder er kann während oder nach der Geburt entstehen.

Symptome

Ein ungewöhnlich großer Kopf kann Zeichen eines unbehandelten Hydrozephalus sein. Wenn der Druck innerhalb des Gehirns zunimmt, sind die Säuglinge reizbar und lustlos, haben ein Schreien in hohen Tönen und übergeben sich. Bei ihnen können auch Krampfanfälle auftreten. Die weichen Bereiche (Fontanelle genannt) zwischen den Schädelknochen können hervorstehen, wobei sich eine weiche Beule am Kopf bildet. Die Augen bewegen sich vielleicht nicht zusammen, manchmal scheint das Kind zu schielen (Strabismus genannt).

Bei älteren Kindern kommt es zu Kopfschmerzen, Sehstörungen oder beiden.

Wird der Hydrozephalus nicht behandelt, wachsen und entwickeln sich diese Säuglinge nicht normal. Andere, besonders solche, die den Hydrozephalus früh in der Schwangerschaft entwickeln, sind geistig beeinträchtigt oder haben Lernstörungen. Einige Kinder leiden unter Sehverlust. Andere Kinder entwickeln eine normale Intelligenz.

Diagnose

  • Vor der Geburt: pränatale Ultraschalluntersuchung

  • Nach der Geburt: Computertomographie, Magnetresonanztomographie oder Ultraschall des Kopfes

Vor der Geburt wird der Hydrozephalus vom Arzt häufig während der standardmäßigen pränatalen Ultraschalluntersuchungen festgestellt.

Nach der Geburt stützt sich die Diagnose bei Neugeborenen auf die Symptome bei einer routinemäßigen körperlichen Untersuchung. Ärzte führen dann eine Ultraschalluntersuchung des Kopfes durch, um die Diagnose Hydrozephalus zu bestätigen.

Zur Bestätigung der Diagnose bei älteren Säuglingen und Kindern kommen Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Ultraschall zum Einsatz.

Sobald die Diagnose gestellt wurde, erhalten alle Kinder eine CT oder einen Ultraschall, um den Hydrozephalus zu beobachten und festzustellen, ob er sich verschlechtert.

Behandlung

  • Manchmal Spinalpunktion

  • Normalerweise eine dauerhafte Abflusspassage (ein Shunt oder eine Öffnung der Ventrikel)

Das Ziel dieser Behandlung ist:

  • Den Druck im Gehirn zu normalisieren

Die Behandlung des Hydrozephalus hängt von der Ursache der Erkrankung ab, wie schwer er ist und ob er sich verschlechtert.

Bei Bedarf kann der Druck im Gehirn vorübergehend oft durch eine Flüssigkeitsentnahme bei wiederholten Spinalpunktionen (Lumbalpunktionen) gesenkt werden, bis ein Shunt eingesetzt wird.

Verschlechtert sich der Hydrozephalus, setzt der Arzt einen ventrikulären Shunt. Der Shunt ist ein Plastikröhrchen, das eine permanente Drainage der Zerebrospinalflüssigkeit hervorruft. Die Drainage der Zerebrospinalflüssigkeit kann den Druck und das Volumen der Flüssigkeit im Gehirn vermindern. Der Arzt platziert den Shunt in die Ventrikel im Gehirn und bringt ihn unter der Haut vom Kopf zu einer anderen Körperstelle, meist zur Bauchhöhle (ventrikulo-peritonealer Shunt oder VP Shunt genannt). Der Shunt verfügt über ein Ventil, über das Flüssigkeit aus dem Gehirn abgeleitet wird, sobald der Hirndruck zu hoch wird. Einige Kinder brauchen, wenn sie älter werden, keinen Shunt mehr; dennoch wird er aufgrund des Blutungs- und Verletzungsrisikos im Allgemeinen nur selten entfernt.

Bei manchen Kindern wird eine Ventrikulostomie durchgeführt. Bei diesem Verfahren wird zur Behandlung des Hydrozephalus eine Öffnung zwischen einem Ventrikel und dem Subarachnoidalraum im Gehirn geschaffen. Durch diese Öffnung kann die überschüssige Flüssigkeit abfließen und wie normal absorbiert werden.

Nach Einsatz eines Shunts messen die Ärzte den Kopfumfang und untersuchen, wie sich das Kind entwickelt. Es werden regelmäßig bildgebende Verfahren, wie Computer- (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT), durchgeführt.

Komplikationen bei Shunts

Shunts können sich entzünden. Falls sich bei einem Kind eine Infektion einstellt, werden Antibiotika verabreicht. Normalerweise wird der Shunt dann entfernt und ersetzt.

Shunts können brechen oder blockiert werden und nicht mehr richtig funktionieren. Zur Untersuchung der Shunt-Funktion werden Röntgenbilder des Shunts erstellt und bildgebende Verfahren am Gehirn durchgeführt. Normalerweise wird ein nicht richtig funktionierender Shunt entfernt und ersetzt.

Weitere Informationen

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