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Probleme mit Eiern

(Decreased Ovarian Reserve)

Von

Robert W. Rebar

, MD, Western Michigan University Homer Stryker M.D. School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2020| Inhalt zuletzt geändert Sep 2020
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Entweder sind zu wenige Eier vorhanden, oder ihre Qualität ist schlecht.

  • Die Anzahl und Qualität der Eier kann ab dem 30. Lebensjahr oder sogar schon früher zurückgehen, was nach dem 40. Lebensjahr stark beschleunigt wird.

  • Der Arzt führt Bluttests durch, um den Spiegel der Hormone zu messen, die an der Freisetzung der Eier beteiligt sind, und/oder eine Ultraschalluntersuchung, um die Follikel (die Eier enthalten) zu betrachten und zu zählen.

  • Die Behandlung hängt von den Umständen und dem Alter der Frau ab und kann besonders bei Frauen über 42 beinhalten, dass die Eier einer anderen Frau verwendet werden.

Die Anzahl und Qualität der Eier (ovarielle Reserve) kann ab dem 30. Lebensjahr oder schon früher zurückgehen. Ab dem 40. Lebensjahr verläuft der Rückgang schneller. Aber das Alter ist nicht der einzige Grund dafür, dass die Zahl und Qualität der Eier zurückgeht. Auffälligkeiten in den Eierstöcken können einen solchen Rückgang ebenfalls verursachen.

Bei der vorzeitigen ovariellen Insuffizienz (manchmal als vorzeitige Menopause oder vorzeitige ovarielle Erschöpfung bezeichnet) reduziert sich die Anzahl der Eier in den Eierstöcken frühzeitig. Bei einigen Frauen führt die vorzeitige ovarielle Insuffizienz zu unregelmäßigen oder ausbleibenden Menstruationsperioden.

Diagnose

  • Bluttests zum Messen bestimmter Hormone

  • Ultraschall

Ärzte können folgende Frauen auf Probleme mit Eiern untersuchen:

  • Frauen ab einem Alter von 35 Jahren

  • Frauen mit einer Eierstockoperation

  • Frauen, die schlecht auf Fruchtbarkeitsmedikamente (wie Gonadotropine) angesprochen haben, die die Reifung und Freisetzung von Eiern stimulieren

Der Arzt kann zu einem bestimmten Zeitpunkt während des Menstruationszyklus die Menge des follikelstimulierenden Hormons sowie den Östrogenspiegel im Blut messen. (Das follikelstimulierende Hormon regt die Freisetzung von Eiern, den sogenannten Eisprung, an.) Erhöhte Konzentrationen des follikelstimulierenden Hormons und niedrigere Konzentrationen von Östrogen deuten auf ein Problem mit Eiern hin.

Die zuverlässigsten Tests zur Bestätigung eines Problems mit den Eiern sind:

  • Bluttests zur Messung der Konzentration des Anti-Müller-Hormons (AMH), das von den Strukturen erzeugt wird, in denen das Ei enthalten ist (Follikel)

  • Ultraschalluntersuchung mit einem Ultraschallgerät, das in die Scheide platziert wird (transvaginaler Ultraschall), um die Anzahl der Follikel zu sehen und zu zählen

Ein niedriger Anti-Müller-Hormonspiegel zeigt an, dass die Zahl der Follikel gering ist. Eine geringe Zahl von Follikeln (die während der Ultraschalluntersuchung erfasst wurden) deutet darauf hin, dass eine Schwangerschaft nach einer In-vitro-Fertilisation eher unwahrscheinlich ist.

Doch selbst wenn die Testergebnisse auffällig sind, kann eine Schwangerschaft dennoch möglich sein.

Behandlung

  • Behandlung basierend auf den Lebensumständen und dem Alter der Frau

Da die Möglichkeit für eine Schwangerschaft besteht, schlagen Ärzte bei jeder Frau verschiedene Behandlungen basierend auf ihren Umständen und ihrem Alter vor. Solche Behandlungen zielen darauf ab, Probleme mit dem Eisprung zu beseitigen, z. B. Clomifen, Aromatasehemmer und humane Gonadotropine.

Wenn eine Frau älter als 42 ist oder wenn die Anzahl oder Qualität der Eier sinkt, besteht die einzige Möglichkeit einer Schwangerschaft wohl darin, Eier einer anderen Frau (Spenderin) zu verwenden.

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