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Jodüberschuss

Von

Larry E. Johnson

, MD, PhD, University of Arkansas for Medical Sciences

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Ein Jodüberschuss ist selten und wird durch den Verzehr von zu viel mineralischen Jods verursacht, der manchmal die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt.

Die Hauptmenge des im Körper vorhandenen Jods findet sich in der Schilddrüse. Jod ist unentbehrlich, um Schilddrüsenhormone zu bilden.

Jod befindet sich im Meerwasser. Eine kleine Menge Jod aus dem Meerwasser gelangt in die Atmosphäre und über den Regen in das Grundwasser und die Böden in der Nähe des Meers.

In vielen Gegenden, auch in den USA, wird Salz mit Jodid angereichert, der Form von Jod zur Kombination mit anderen Substanzen. Damit lässt sich die Jodzufuhr auf eine ausreichende Menge steigern.

Eine übermäßige Zufuhr von Jod kommt kaum vor. Wenn, ist sie auf die Einnahme von Jodpräparaten aufgrund eines langfristigen Jodmangels zurückzuführen. Manchmal nehmen Personen, die nahe am Meer leben, zu viel Jod auf, da sie sehr viel Meeresfrüchte und Meeresalgen verzehren und sehr jodhaltiges Wasser trinken, was in Nordjapan üblich ist.

Normalerweise beeinträchtigt eine zu große Menge Jod die Schilddrüsenfunktion nicht. Manchmal kann dies doch der Fall sein. Die Schilddrüse kann dann überaktiv werden und Schilddrüsenhormone im Überschuss produzieren (Hyperthyreose). Dies kann besonders Personen betreffen, die zuvor stets zu wenig Jod aufgenommen hatten. Manchmal kann ein Jodüberschuss jedoch die Herstellung von Schilddrüsenhormonen verringern (dies führt zu einer Hypothyreose). Folglich vergrößert sich die Schilddrüse, ein Kropf bildet sich. (Ein Kropf kann durch Schilddrüsenunter- oder -überfunktion entstehen.)

Beim Verzehr sehr großer Jodmengen bildet sich ein messingartiger Geschmack im Mund, und die Speichelbildung nimmt zu. Jod kann den Verdauungstrakt stören und einen Ausschlag hervorrufen.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Bluttests

  • Bildgebende Verfahren

Ein Verdacht auf Hyperthyreose oder Hypothyreose aufgrund übermäßigen Jodkonsums stützt sich auf bestehende Symptome, insbesondere, wenn Patienten erzählen, sie hätten Jodpräparate eingenommen.

Zur Bestimmung der Schilddrüsenhormone und des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH) werden Bluttests durchgeführt. Es können auch bildgebende Verfahren angewendet werden.

Behandlung

  • Ernährungsumstellung

  • Manchmal Schilddrüsenhormone

Den Patienten mit Jodüberschuss wird empfohlen, nicht jodiertes Salz zu verwenden und den Verzehr von jodhaltigen Lebensmitteln wie Meeresfrüchten, Meeresalgen, Joghurt und Milch zu reduzieren.

Falls eine Hypothyreose aufgrund einer zu reichlichen Jodaufnahme vorliegt, lässt sich diese oft beheben, indem die Jodzufuhr eingeschränkt wird. Manche Patienten müssen jedoch für den Rest ihres Lebens Schilddrüsenhormone einnehmen.

Menschen mit Hyperthyreose müssen eventuell Medikamente nehmen, damit die Schilddrüse wieder normal arbeitet.

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