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Echinacea

Von

Laura Shane-McWhorter

, PharmD, University of Utah College of Pharmacy

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Echinacea ist eine nordamerikanische Wildpflanze (Sonnenhut) mit einer Reihe von biologisch aktiven Inhaltsstoffen.

Behauptungen

Echinacea soll immunstimulierend wirken und steht in dem Ruf, die Dauer der Symptome zu verkürzen, wenn man es gleich zu Beginn einer Erkältung einnimmt. Sorgfältig durchgeführte, gut kontrollierte Studien konnten diese Wirkung jedoch nicht belegen.

Damit Wunden rascher heilen, werden Echinacea-Präparate lokal aufgetragen.

Belege

Studien zur Rolle von Echinacea bei der Prävention und/oder Behandlung von Erkältung sind inkonsistent. Der größte Faktor, der zu Inkonsistenz beiträgt, ist die Variabilität von Pflanzenzubereitungen (einschließlich verschiedener Pflanzenteile und -arten) und die letztendliche Zusammensetzung der Ergänzung.

In einer 2014 von Cochrane durchgeführten Überprüfung von 24 Studien (4631 Teilnehmer) wurden verschiedene Echinacea-Produkte untersucht, um Erkältungen zu verhindern oder zu behandeln. Für die Prävention wurde kein Nutzen gezeigt, obwohl ein post-hoc-Pooling von Präventionsstudien eine relative Risikoreduktion von 10 bis 20% implizierte. Die Autoren schlussfolgerten, dass einige Produkte einen schwachen Nutzen hatten (1).

Nebenwirkungen

Meist treten nur vorübergehend leichtere Nebenwirkungen wie Benommenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und gastrointestinale Symptome auf. Andere Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Da es die T-Zellen stimulieren kann, ist Echinacea rein theoretisch für Patienten mit Autoimmunkrankheiten, multipler Sklerose, AIDS, Tuberkulose und nach Organtransplantationen kontraindiziert. Einige Cytochrom-P 450-Enzyme werden durch Echinacea gehemmt und andere stimuliert; daher könnte es zu Interaktionen mit Medikamenten (u. a. anabole Steroide, Azole/Antimykotika, Methotrexat) kommen, die von denselben Enzymen metabolisiert werden. Allergische Reaktionen sind möglich, bei Patienten mit Allergien gegen Ambrosienkraut, Chrysanthemen, Ringelblumen, Gänseblümchen oder verwandten Allergenen.

Interaktionen mit Medikamenten

Einige Cytochrom-P 450-Enzyme werden durch Echinacea gehemmt und andere stimuliert; daher könnte es zu Interaktionen mit Medikamenten (u. a. anabole Steroide, Azole/Antimykotika, Methotrexat, Etoposide und andere chemotherapeutische Medikamente) kommen, die von denselben Enzymen metabolisiert werden.

Hinweis zu Echinacea

Weitere Informationen

  • NIH National Center for Complementary and Integrative Health: Echinacea

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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