Schröpfen (ein manipulative und körperbasiertes Anwendung) wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Es wird angenommen, dass das Schröpfen den Blutfluss zum Ort der Anwendung erhöht, wodurch die Heilung in diesem Bereich verbessert wird.
Die Luft in einem Becher wird erwärmt, in der modernen Praxis oft mit einer Gummipumpe. Die erhitzte Tasse wird sofort umgedreht und auf der Haut appliziert. Das entstehende Vakuum saugt die Haut teilweise in die Tasse, die für einige Minuten an Ort und Stelle belassen wird.
Schröpfen kann helfen, Schmerzen im Nacken und im unteren Rückenbereich zu lindern (1). Studien deuten jedoch darauf hin, dass Schröpfen die Schmerzen nach 2 bis 8 Wochen lindert, wobei diese Wirkung nach 1 Monat oder 3 bis 6 Monaten möglicherweise nicht mehr anhält (2). Schröpfen wurde in Kombination mit Akupunktur und Moxibustion zur Behandlung der postherpetischen Neuralgie verwendet (3). Begrenzte Evidenz deutet darauf hin, dass Schröpfen bei Patienten mit chronischen Schmerzen hilfreich sein kann (4). Die Anwendung bei einigen anderen Erkrankungen (z. B. metabolisches Syndrom, Fazialisparese, Akne, respiratorische Symptome) wird nicht durch hochwertige Evidenz gestützt.
Schröpfen wird die Haut röten und kann sie verbrennen.
Literatur
1. Wood S, Fryer G, Tan LLF, Cleary C. Dry cupping for musculoskeletal pain and range of motion: A systematic review and meta-analysis. J Bodyw Mov Ther. 24(4):503-518, 2020. doi:10.1016/j.jbmt.2020.06.024
2. Zhang Z, Pasapula M, Wang Z, Edwards K, Norrish A. The effectiveness of cupping therapy on low back pain: A systematic review and meta-analysis of randomized control trials. Complement Ther Med. 2024;80:103013. doi:10.1016/j.ctim.2024.103013
3. Zhou Q, Wei S, Zhu H, et al. Acupuncture and moxibustion combined with cupping for the treatment of postherpetic neuralgia: A meta-analysis. Medicine (Baltimore). 100(31):e26785, 2021. doi:10.1097/MD.0000000000026785
4. Cramer H, Klose P, Teut M, et al. Cupping for patients with chronic pain: a systematic review and meta-analysis. J Pain. 21(9-10):943-956, 2020. doi: 10.1016/j.jpain.2020.01.002



