Die Magnet-Therapie (Energietherapie) verwendet statische Magnetfelder (konstante Felder, die von Permanentmagneten erzeugt werden) oder gepulste elektromagnetische Felder (intermittierende Magnetfelder, die von einem Elektromagneten erzeugt werden). Ärzte platzieren Magneten auf den Körper oder platzieren verletzter Körperteile auf einem induzierten elektrischen Feld, um Schmerzen zu lindern und die Heilung zu fördern.
Belege und Anwendungen
Insbesondere Magnete sind eine beliebte Behandlung von Muskel-Skelett-Erkrankungen und neuropathischen Schmerzen, obwohl die Daten über die Wirksamkeit gemischt sind.
Für die statische Magnetfeldtherapie ergaben systematische Übersichtsarbeiten keinen Nutzen bei chronischen Schmerzen und Nackenschmerzen (1), und qualitativ hochwertige Studien ergaben keinen Nutzen bei Arthrose und rheumatoider Arthritis (2).
Die biologische Wirkung der pulsierenden elektromagnetischen Therapie unterscheidet sich signifikant von der der statischen Magnettherapie, und Belege deuten darauf hin, dass gepulste elektromagnetische Therapie Schmerzen lindern kann. Eine Meta-Analyse fand eine Linderung neuropathischer Schmerzen durch die Verwendung hochfrequenter repetitiver transkranieller Magnetstimulationen (3). In einer anderen Studie wurde eine Verbesserung der körperlichen Funktion, nicht aber der Schmerzen oder der Steifheit, bei Kniearthrose festgestellt (4).
Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) weist eine angemessene Evidenz für die Wirksamkeit bei einer Depression nach einem Schlaganfall auf. Darüber hinaus zeigten Metaanalysen und systematische Übersichtsarbeiten im Bereich der Schlaganfallrehabilitation signifikante Vorteile hinsichtlich der motorischen Erholung, der Handfunktion, des Muskeltonus und der Gesamtbehinderungswerte, wobei sowohl Hochfrequenz- als auch Dual-Mode-rTMS-Protokolle ihre Wirksamkeit unter Beweis stellten (5, 6).
Kontraindikationen
Mögliche Kontraindikationen für Magnete sind z. B. Schwangerschaft (Auswirkungen auf den Fetus sind unbekannt), implantierte kardiale Geräte, eine Insulinpumpe oder Pflastermedikamente.
Literatur
1. Kroeling P, Gross A, Graham N, et al. Electrotherapy for neck pain. Cochrane Database Syst Rev. (8):CD004251, 2013. doi: 10.1002/14651858.CD004251.pub5
2. Pittler MH, Brown EM, Ernst E. Static magnets for reducing pain: systematic review and meta-analysis of randomized trials. CMAJ. 177(7):736–42, 2007.
3. Jin Y, Xing G, Li G, et al. High frequency repetitive transcranial magnetic stimulation therapy for chronic neuropathic pain: a meta-analysis. Pain Physician.18(6):E1029-46, 2015.
4. Chen L, Duan X, Xing F, et al. Effects of pulsed electromagnetic field therapy on pain, stiffness and physical function in patients with knee osteoarthritis: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. J Rehabil Med. 16;51(11):821-827, 2019. doi: 10.2340/16501977-2613
5. Chen G, Wu M, Lin T, et al. Effects of repetitive transcranial magnetic stimulation on sequelae in patients with chronic stroke: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Front Neurosci. 2022;16:998820. Published 2022 Oct 20. doi:10.3389/fnins.2022.998820
6. Li H, Lin X, Chen N, Wu X. Four Comparative Effectiveness of Rehabilitation Methods Combined With rTMS on Cognition, Mood, and Quality of Life in Stroke Patients. Arch Phys Med Rehabil. Published online April 24, 2025. doi:10.1016/j.apmr.2025.04.013



