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Cannabinoide, synthetische

Von

Gerald F. O’Malley

, DO, Grand Strand Regional Medical Center;


Rika O’Malley

, MD, Albert Einstein Medical Center

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Synthetische Cannabinoide sind vom Menschen entwickelte Medikamente, die Tetrahydrocannabinol(THC)-Rezeptor-Agonisten sind. Sie werden in der Regel auf getrocknetem Pflanzenmaterial verwendet und geraucht.

(Siehe auch Marihuana [Cannabis].)

THC ist der Hauptwirkstoff in Marihuana (Cannabis). Es gibt viele chemische Familien von synthetischen Cannabinoiden, darunter HU-210, JWH-073, JWH-018, JWH-200, AM-2201, UR-144 und XLR-11; von neuen Verbindungen wird regelmäßig berichtet.

Effekte variieren stark je nach spezifischem Cannabinoid, und viele der akuten und chronischen Wirkungen bleiben unbekannt. Allerdings verursacht die Stimulation des THC-Rezeptors einen veränderten mentalen Status mit Unruhe, Halluzinationen und Psychosen (der irreversibel sein kann). Zu den Herz-Kreislauf-Effekten gehören Bluthochdruck, Tachykardie und Herzinfarkt. Zu den neurologischen Effekten gehören Anfälle und verschwommenes Sehen. Zu den weiteren bekannten Effekten zählen Erbrechen, Hyperthermie, Rhabdomyolyse und Nierenversagen.

Symptome und Beschwerden

Patienten können schwere Unruhe, Halluzinationen, Tachykardie, Hypertonie, Schweißsekretion und Krampfanfälle haben.

Diagnose

  • Klinische Untersuchung

Synthetische Cannabinoide werden nicht bei routinemäßigen Urinuntersuchungen erkannt.

Bei Patienten mit schwerer akuter Vergiftung sollten in der Regel Blutuntersuchungen (komplettes Blutbild, Elektrolyte, Blut-Harnstoff-Stickstoff, Kreatinin, CK), Urin-Tests für Myoglobinurie und EKG durchgeführt werden.

Therapie

  • Intravenöse Sedierung mit Benzodiazepinen

Sedation mit i.v. Benzodiazepinen, Infusionen und unterstützende Pflege sind in der Regel ausreichend. Patienten mit Hyperthermie, persistierender Tachykardie oder Unruhe und erhöhtem Serum-Kreatinin sollten weiter auf Rhabdomyolyse und Herz- und Nierenschädigung überwacht werden.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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