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Mekoniumpfropfsyndrom

(Syndrom des kleinen linken Kolons)

Von

William J. Cochran

, MD,

  • Geisinger Clinic
  • Temple University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Beim Mekoniumpfropfsyndrom handelt es sich um einen Verschluss des Dickdarms durch eingedicktes Mekonium. Die Diagnose basiert auf dem Röntgenkontrasteinlauf und manchmal auch auf der Untersuchung auf Morbus Hirschsprung. Die Behandlung ist ein Röntgenkontrasteinlauf. Eine chirurgische Dekompression ist selten erforderlich.

Ein Mekonium-Plug-Syndrom tritt normalerweise bei Säuglingen auf, die ansonsten gesund sind. Im Allgemeinen wird es als eine funktionale Unreife des Dickdarms betrachtet, was zu einem Ausbleiben des Mekoniumabgangs führt.

Ätiologie

Das Mekonium-Plug-Syndrom tritt häufiger auf bei

Eine Studie stellte fest, dass 16% der Fälle von Mekonium-Plug-Syndrom mit Magnesium-Tokolyse und nur 3% mit Hirschsprung-Krankheit assoziiert waren. Andere Berichte haben jedoch Hirschsprung bei 10 bis 30% der Säuglinge mit Mekonium-Plug-Syndrom festgestellt.

Symptome und Beschwerden

Die Kinder zeigen in den ersten Lebenstagen Verstopfung, geblähtes Abdomen und Erbrechen. Dickes, verhärtetes, zähes Mekonium kann das Kolon ausfüllen und führt zum kompletten Verschluss.

Diagnose

  • Radiologischer Kontrastmitteleinlauf

  • Manchmal Tests auf Morbus Hirschsprung

Die Diagnose des Mekonium-Plug-Syndroms ist eine Ausschlussdiagnose und sollte in erster Linie von Morbus Hirschsprung abgegrenzt werden.

Einfache Röntgenaufnahmen des Abdomen sind unspezifisch und können Anzeichen auf leichten Darmverschluss zeigen. Umgekehrt zeigt ein Kontrastmitteleinlauf das charakteristische Aussehen des Umrisses des eingedickten Mekoniums gegen die Wand des Dickdarms und ermöglicht so ein verdoppeltes Kontrastbild. Im Gegensatz zum Mekoniumileus ist in der Röntgenaufnahme typischerweise kein Mikrokolon mit Mekoniumpfropf-Syndrom zu sehen.

Therapie

  • Radiologischer Kontrastmitteleinlauf

Der wasserlösliche Kontrastmitteleinlauf kann therapeutisch wirken, indem der Pfropf von der Darmwand getrennt und ausgespült wird. Gelegentlich sind wiederholte Einläufe notwendig.

Selten ist eine operative Therapie notwendig. Obwohl die meisten Säuglinge danach völlig gesund sind, sind diagnostische Untersuchungen angezeigt, um einen Morbus Hirschsprung oder eine Mukoviszidose auszuschließen.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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