Labor- und klinische Befunde bei Erkrankungen, die eine Hyperkalzämie verursachen

Labor- und klinische Befunde bei Erkrankungen, die eine Hyperkalzämie verursachen

Grund

Befunde

Primärer Hyperparathyreoidismus

Serumkalzium erhöht, aber < 12 mg/dl (< 3 mmol/l)

Ionisiertes Serumkalzium > 5,2 mg/dl (> 1,7 mmol/l)

Niedriges Serum-PO4 (besonders bei hoher PO4-Ausscheidung über die Niere)

Hohe alkalische Phosphatase (häufig)

Unerwartet hohes PTH

Normale oder hohe Kalziumausscheidung über den Urin

Sekundärer Hyperparathyreoidismus

Serum-Ca niedrig, normal oder hoch, aber < 12 mg/dl (< 3 mmol/l)

Ionisiertes Serumkalzium > 5,2 mg/dl (> 1,3 mmol/l)

Hohes Serum-PO4 (insbesondere bei hoher renaler PO4-Ausscheidung)

Hohe alkalische Phosphatase (häufig)

Unerwartet hohes PTH

Normale oder hohe Kalziumausscheidung über den Urin

Chronische Nierenerkrankungen (meistens)

Humorale Hyperkalzämie bei Malignität

Serumkalzium > 12 mg/dl (> 3 mmol/l)

Niedriges PTH

Normales oder niedriges PO4

Erhöhtes PTH-verwandtes Peptid

Ggf. metabolische Alkalose, Hypochlorämie und Hypoalbuminämie

Familiäre hypokalziurische Hyperkalzämie

Verhältnis von Kalzium-Clearance zu Kreatinin-Clearance < 1%

Hypermagnesiämie (häufig)

Hohes oder normales PTH

Lebenslange und asymptomatische Hyperkalzämie

Hyperkalzämie ohne Hyperkalzurie bei Patienten und Angehörigen

Milch-Alkali-Syndrom

Keine Hyperkalzurie

Metabolische Alkalose

Azotämie (gelegentlich)

Niedriges PTH (meistens)

Normalisierung des Serumkalziums, wenn die Kalzium- und Alkali-Einnahme beendet wird

Hohe Aufnahme von Kalzium-Antazida (meistens)

Ca = Kalzium; PO4 = Phosphat, PTH =Parathormon.

Ca = Kalzium; PO4 = Phosphat, PTH =Parathormon.

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