Lebenszyklus von Toxoplasma gondii
1. Die Oozysten werden mit dem Kot der Katze ausgeschieden. Hohe Zahlen werden abgestoßen, aber in der Regel nur für 1–2 Wochen. Es dauert 1–5 Tage, bis die Oozysten sporulieren und infektiös werden. Katzen werden durch die Aufnahme sporulierter Oozysten reinfiziert.
2. Boden, Wasser, Pflanzenmaterial oder Katzenstreu können mit Oozysten kontaminiert werden. Zwischenwirte in der Natur (z. B. Vögel, Nagetiere, Wildtiere, für den menschlichen Verzehr gezüchtete Tiere) können sich ebenfalls infizieren, nachdem sie infektiöses Material aufgenommen haben.
3. Oozysten entwickeln sich kurz nach der Aufnahme zu Tachyzoiten. Tachyzoiten breiten sich im Körper aus und bilden Gewebezysten im Nerven-, Augen- und Muskelgewebe.
4. Katzen infizieren sich nach der Aufnahme von Zwischenwirten, die Gewebezysten enthalten. Katzen können sich ebenfalls direkt durch die Aufnahme sporulierter Oozysten infizieren.
5. Auch Tiere, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden, und Wildtiere können sich nach Aufnahme von sporulierten Oozysten aus der Umwelt mit Gewebezysten infizieren.
6. Menschen können sich durch den Verzehr von nicht vollständig durchgegartem Fleisch, das Gewebezysten enthält, infizieren.
7. Menschen können sich durch die Aufnahme von Nahrung oder Wasser, die mit Katzenkot kontaminiert sind oder durch die Aufnahme von Materialien (z. B. Erde), die mit anderen Fäkalien kontaminiert sind oder durch den Kontakt mit Katzenstreu infizieren.
8. Selten kommt es zu Infektionen beim Menschen durch Bluttransfusionen oder Organtransplantationen.
9. Selten tritt eine transplazentare Übertragung von der Mutter auf den Fetus auf.
10. Im menschlichen Wirt bilden Parasiten Gewebezysten, am häufigsten in der Skelettmuskulatur, im Herzmuskel, im Gehirn und in den Augen. Diese Zysten können während der gesamten Lebensdauer des Wirtes persistieren und reaktivieren, wenn der Wirt immungeschwächt ist.
11. Die Diagnose einer kongenitalen Toxoplasmose kann durch den Nachweis von T. gondii-DNA im Fruchtwasser mittels molekularer Methoden wie PCR gestellt werden.
Image from the Centers for Disease Control and Prevention, Global Health, Division of Parasitic Diseases and Malaria.
