Mediastinoskopie und Mediastinotomie

VonRebecca Dezube, MD, MHS, Johns Hopkins University
Reviewed ByM. Patricia Rivera, MD, University of Rochester Medical Center
Überprüft/überarbeitet Geändert Nov. 2025
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Die Mediastinoskopie ist ein Verfahren, bei dem ein Endoskop durch die suprasternale Kerbe in das Mediastinum eingeführt wird, um es sichtbar zu machen. Mediastinotomie bedeutet chirurgische Öffnung der Mediastinalhöhle.

Mediastinoskopie und Mediastinotomie ergänzen sich. Die Mediastinotomie verschafft einen direkten Zugang zu Lymphknoten im aortopulmonalen Fenster, die bei der Mediastinoskopie nicht einsehbar sind.

Indikationen für Mediastinoskopie und Mediastinotomie

Sowohl Mediastinoskopie als auch Mediastinotomie werden durchgeführt, um:

  • Mediastinale Lymphadenopathie oder Raumforderungen untersuchen oder entfernen

  • Tumorstadien (z. B. Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs)

Die Positronenemissionstomographie (PET) und die endobronchiale ultraschallgeführte transbronchiale Nadelaspiration haben den Bedarf an Mediastinoskopie oder Mediastinotomie beim Krebs-Staging verringert (1).

Literatur zu Indikationen

  1. 1. Dunne EG, Fick CN, Jones DR. Mediastinal Staging in Non-Small-Cell Lung Cancer: Saying Goodbye to Mediastinoscopy. J Clin Oncol. 2023;41(22):3785-3790. doi:10.1200/JCO.23.00867

Kontraindikationen für Mediastinoskopie und Mediastinotomie

Zu den Kontraindikationen für die Mediastinoskopie und Mediastinotomie, sowohl absolute als auch relative, gehören die folgenden:

  • Schwere Koagulopathie

  • Aktive mediastinale Infektion

  • Aneurysma des Aortenbogens oder andere große Raumforderungen im vorderen Mediastinum

  • Frühere mediane Sternotomie

  • Vorangegangene mediastinale Bestrahlung mit verbleibender Fibrose

  • Oberes Hohlvenen-Syndrom

  • Tracheostomie

Verfahren zur Mediastinoskopie und Mediastinotomie

Mediastinoskopie und Mediastinotomie werden von Thoraxchirurgen unter Vollnarkose im OP durchgeführt.

Bei der Mediastinoscopie, wird durch einen Schnitt in der Fossa suprasternalis das Bindegewebe des Halses bis hinunter zur Trachea und distal zur Karina stumpf präpariert. Durch diesen Hohlraum wird ein Mediastinoskop eingeführt, durch das paratracheale, tracheobronchiale Azygoslymphknoten und Lymphknoten unter der Karina sowie das obere hintere Mediastinum zugänglich werden.

Bei der anterioren Mediastinotomie (Chamberlain-Technik) erfolgt die operative Eröffnung des Mediastinums durch einen Schnitt im zweiten Zwischenrippenraum links parasternal, durch den ein Zugang zum vorderen Mediastinum und zu den Lymphknoten im aortopulmonalen Fenster, eine häufige Lokalisation von Metastasen eines Bronchialkarzinoms des linken Oberlappens, geschaffen wird.

Komplikationen bei Mediastinoskopie und Mediastinotomie

Komplikationen treten bei < 1% der Patienten auf und umfassen (1):

  • Blutungen

  • Chylothorax durch Verletzung des Lymphgefäßsystems

  • Ösophagusperforation

  • Infektion

  • Pneumothorax

  • Stimmlippenlähmung aufgrund rezidivierender Larynxnervenschäden

Komplikationen Referenz

  1. 1. Wei B, Bryant AS, Minnich DJ, Cerfolio RJ. The safety and efficacy of mediastinoscopy when performed by general thoracic surgeons. Ann Thorac Surg. 2014;97(6):1878-1884. doi:10.1016/j.athoracsur.2014.02.049

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