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Mediastinoskopie und Mediastinotomie

Von

Noah Lechtzin

, MD, MHS, Johns Hopkins University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Okt 2016
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Unter Mediastinoskopie versteht man die endoskopische Untersuchung des Mediastinums.

Mediastinotomie bedeutet chirurgische Öffnung der Mediastinalhöhle.

Die beiden Verfahren ergänzen sich. Die Mediastinotomie verschafft einen direkten Zugang zu Lymphknoten im aortopulmonalen Fenster, die bei der Mediastinoskopie nicht einsehbar sind.

Indikationen

Beide Verfahren werden zur Diagnostik oder Exstirpation mediastinaler Lymphknoten/-pakete und zum Staging von Krebserkrankungen (z. B. Bronchial- und Ösophaguskarzinom) eingesetzt, wobei PET-Untersuchungen und endobronchiale ultraschallgeführte transbronchiale Nadelaspiration zum verminderten Einsatz dieser Verfahren beitragen.

Kontraindikationen

Zu den Kontraindikationen gehören die Folgenden:

  • Oberes Hohlvenen-Syndrom

  • Zurückliegende mediastinale Bestrahlung

  • Mediane Sternotomie

  • Tracheostomie

  • Aneurysma des Aortenbogens

Mediastinoskopie und Mediastinotomie werden von Thoraxchirurgen unter Vollnarkose im OP durchgeführt.

Bei der Mediastinoscopie, wird durch einen Schnitt in der Fossa suprasternalis das Bindegewebe des Halses bis hinunter zur Trachea und distal zur Karina stumpf präpariert. Durch diesen Hohlraum wird ein Mediastinoskop eingeführt, durch das paratracheale, tracheobronchiale Azygoslymphknoten und Lymphknoten unter der Karina sowie das obere hintere Mediastinum zugänglich werden.

Bei der anterioren Mediastinotomie (Chamberlain-Technik) erfolgt die operative Eröffnung des Mediastinums durch einen Schnitt im zweiten Zwischenrippenraum links parasternal, durch den ein Zugang zum vorderen Mediastinum und zu den Lymphknoten im aortopulmonalen Fenster, eine häufige Lokalisation von Metastasen eines Bronchialkarzinoms des linken Oberlappens, geschaffen wird.

Komplikationen

Komplikationen treten bei < 1% der Patienten auf und umfassen Blutungen, Infektionen, Stimmbandlähmungen durch Verletzungen des N. recurrens, Chylothorax durch Verletzungen von Lymphgefäßen sowie Pneumothorax.

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