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Muriner (endemischer) Typhus

(Rattenflohtyphus ; urbaner Malaysia-Typhus)

Von

William A. Petri, Jr

, MD, PhD, University of Virginia School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Feb 2017
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Der murine Typhus wird durch Rickettsia typhi und R. felis hervorgerufen, die durch Flöhe auf den Menschen übertragen werden. Er verläuft klinisch ähnlich, aber schwächer als das epidemische Läusefleckfieber und geht mit Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Fieber und Exanthem einher.

Mäuse-Typhus ist eine Rickettsien Krankheit.

Wilde Ratten, Mäuse und andere Nagetiere stellen die tierischen Reservoire dar. Rattenflöhe und wahrscheinlich auch Katzenflöhe übertragen Organismen durch Bisse auf den Menschen. Flöhe sind auch natürliche Reservoirs für R. typhi. Infizierte weibliche Flöhe können Organismen an ihre Nachkommen weitergeben. Die Krankheit kommt nur sporadisch, aber weltweit vor, die Inzidenz ist niedrig, mit Ausnahme von rattenbesiedelten Gebieten.

Symptome und Beschwerden

Nach einer Inkubationszeit von 6–18 Tagen (im Mittel 10 Tage) kommt es zu einem Schüttelfrost, der mit Kopfschmerzen und Fieber einhergeht. Das Fieber hält ca. 12 Tage an; dann kehrt die Temperatur stufenweise in den Normalbereich zurück.

Das Exanthem und andere Manifestationen ähneln denen bei epidemischem Läusefleckfieber, sind aber viel weniger schwer. Das frühe Exanthem ist spärlich ausgeprägt und diskret.

Die Letalität ist niedrig, bei älteren Patienten jedoch höher.

Diagnose

  • Klinische Symptomatik

  • Biopsie von Hautausschlag mit fluoreszierender Antikörperfärbung, um den Erreger zu erkennen

  • Akute und laufende serologische Untersuchungen (serologische Untersuchungen sind akut nicht sinnvoll)

  • PCR

Details zur Diagnosestellung, Epidemischer Typhus : Diagnose.

Therapie

  • Doxyzyklin

Die primäre Therapie erfolgt mit Doxyzyklin 200 mg p.o. 1-mal täglich, gefolgt von 100 mg 2-mal täglich, bis eine klinische Besserung eintritt, der Patient 48 Stunden fieberfrei ist und für mindestens 7 Tage eine Therapie erhalten hat. Mittel der zweiten Wahl ist Chloramphenicol 500 mg p.o. oder i.v. 4-mal täglich über 7 Tage.

Die Inzidenz konnte durch Reduktion der Ratten- und Rattenflohpopulation reduziert werden. Eine wirksame Impfung ist nicht verfügbar.

Wichtige Punkte

  • Muriner Typhus wird durch Flöhe auf den Menschen übertragen.

  • Die Symptome beginnen mit einem Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Fieber. Der Ausschlag und andere Erscheinungen sind ähnlich denen des epidemischen Typhus, aber viel weniger schwerwiegend.

  • Die Therapie erfolgt mit Doxyzyklin oder Chloramphenicol.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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