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Periphere Arterielle Aneurysmen

Von

Koon K. Teo

, MBBCh, PhD, McMaster University, Hamilton, Ontario, Canada

Inhalt zuletzt geändert Dez 2017
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Periphere arterielle Aneurysmen sind pathologische Aufweitungen der peripheren Arterien, die durch eine Schwäche der Arterienwand entstehen.

(Siehe auch Aneurysmen.)

Etwa 70% der peripheren arteriellen Aneurysmen sind Aneurysmen der A. poplitea, 20% sind iliofemorale Aneurysmen. Aneurysmen an diesen Stellen begleiten häufig abdominelle Aortenaneurysmenund > 50% liegen bilateral vor. Eine Ruptur ist relativ selten, aber diese Aneurysmen können zu Thromboembolien führen. Periphere arterielle Aneurysmen treten bei Männern sehr viel häufiger auf als bei Frauen (> 20:1); das mittlere Alter bei der Manifestation liegt bei 65 Jahren. Aneurysmen der Armarterien sind relativ selten, sie können eine Ischämie des Arms, distale Embolien und einen Schlaganfall hervorrufen.

Infektiöse (mykotische) Aneurysmen können in jeder Arterie auftreten, werden aber am häufigsten in den Femoralarterien beobachtet. Sie sind üblicherweise durch Salmonellen, Staphylokokken oder Treponema pallidum (den Syphiliserreger) hervorgerufen.

Häufige Gründe von peripheren arteriellen Aneurysmen sind Arteriosklerose, Entrapment der A. poplitea und septische Embolien (welche mykotische Aneurysmen verursachen können).

Periphere arterielle Aneurysmen sind üblicherweise asymptomatisch zum Zeitpunkt der Diagnose. Durch Thrombose oder Embolie (oder selten, Aneurysmaruptur) können die Extremitäten schmerzen und kalt, bleich, parästhetisch oder ohne Puls sein. Infektiöse Aneurysmen können lokale Schmerzen, Fieber, Unwohlsein und Gewichtsverlust verursachen.

Die Diagnose wird mit Ultraschall, MRT oder CT gestellt. Aneurysmen der A. poplitea können vermutet werden, wenn bei der körperlichen Untersuchung eine vergrößerte pulsierende Arterie entdeckt wird; die Diagnose wird durch bildgebende Verfahren bestätigt.

Das Risiko der Ruptur von Aneurysmen der Extremitäten ist extrem gering (< 5% für popliteale und 1 bis 14% für iliofemorale Aneurysmen). Für Aneurysmen der Beinarterien ist eine Operation daher oft elektiv. Sie ist indiziert, wenn die Arterien zweimal so groß sind wie normalerweise oder wenn der Patient symptomatisch ist. Die chirurgische Versorgung ist jedoch für alle Aneurysmen der Armarterien indiziert, da schwere Komplikationen (z. B. Thromboembolien) zu befürchten sind. Das betroffene Segment wird exzidiert und durch einen Graft ersetzt. Die Rate für den Gliedmaßenerhalt liegt bei 90 bis 98% für asymptomatische Patienten und bei 70 bis 80% für symptomatische Patienten.

Bei bestimmten Patienten ist ein endovaskulärer Stent-Graft eine weitere Behandlungsalternative.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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