Msd Manual

Please confirm that you are a health care professional

honeypot link

Angina Pectoris Prinzmetal-angina (Variant-Angina)

(Prinzmetal Angina pectoris)

Von

Ranya N. Sweis

, MD, MS, Northwestern University Feinberg School of Medicine;


Arif Jivan

, MD, PhD, Northwestern University Feinberg School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Dez 2018
Zur Patientenaufklärung hier klicken.

Die Prinzmetal-Angina ist eine Angina pectoris Angina pectoris Angina pectoris ist die Bezeichnung für ein klinisches Syndrom mit präkordialen Beschwerden oder Druckgefühl im Brustbereich aufgrund einer vorübergehenden myokardialen Ischä... Erfahren Sie mehr , die sekundär aufgrund von Spasmen der epikardialen Koronargefäße auftritt. Die Symptome umfassen Angina in Ruhe und selten mit Anstrengung. Die Diagnose erfolgt durch EKG und provozierende Tests mit Ergonovin oder Acetylcholin. Die Behandlung erfolgt mit Kalziumkanalblockern und Nitroglyzerin sublingual.

Viele Patienten mit einer Variante der Angina pectoris haben auch eine signifikante fixierte Obstruktion von mindestens einer großen Koronararterie. Patienten mit leichten oder keinen bleibenden Obstruktionen haben bessere Langzeitergebnisse als Patienten mit assoziierten schweren bleibenden Obstruktionen.

Symptome und Beschwerden

Die Symptome sind Angina-pectoris-Beschwerden, vorwiegend in Ruhe, häufig nachts, und nur selten und unregelmäßig bei Belastung (solange nicht gleichzeitig eine signifikante Obstruktion der Koronargefäße vorliegt). Die Anfälle treten häufig regelmäßig zu bestimmten Tageszeiten auf.

Diagnose

  • Provozierende Tests mit Ergonovin oder Acetylcholin während der Angiographie

Der Verdacht auf eine Variante der Angina pectoris ist dann gegeben, wenn während des Anfalls eine ST-Strecken-Hebung auftritt. Zwischen den Angina-pectoris-Attacken kann das EKG normal sein oder stabile abweichende Muster aufweisen.

Die Diagnose wird bestätigt, wenn bei einem Provokationstest mit Ergonovin oder Acetylcholin ein Koronarspasmus ausgelöst wird. Ein Koronararterienspasmus wird durch die Bestätigug signifikanter ST-Strecken-Hebungen im EGK oder durch Beobachtung eines reversiblen Krampfes während einer Herzkatheteruntersuchung identifiziert. Die Untersuchungen werden meist in einem Herzkatheterlabor durchgeführt.

Therapie

  • Kalziumantagonisten

  • Sublinguales Nitroglyzerin

Die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate liegt zwischen 89–97%, jedoch ist das Mortalitätsrisiko für Patienten mit einer Kombination aus einer Prinzmetal-Angina und einer arteriosklerotischen Koronarobstruktion höher. Das Risiko wächst mit zunehmender Obstruktion.

Normalerweise linder Nitroglycerin sublingual eine Prinzmetal-Angina schnell. Kalziumantagonisten können Symptomen effektiv vorbeugen. Theoretisch können Betablocker den Spasmus verstärken, weil sie eine ungehinderte Alpha-adrenerge Vasokonstriktion zulassen. Dieser Effekt ist jedoch klinisch nicht bewiesen.

Die am häufigsten verwendeten oralen Medikamente sind Kalziumkanalblocker:

  • Diltiazem mit anhaltender Freisetzung 120–540 mg 1-mal täglich

  • Retard-Verapamil 120 bis 480 mg einmal/Tag (Dosis muss bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung reduziert werden)

  • Amlodipine 5 bis 10 mg einmal/Tag (Dosis muss bei älteren Patienten und bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen reduziert werden)

In therapieresistenten Fällen kann Amiodaron wirksam sein.

Obwohl all diese Medikamente die Symptome lindern, scheinen sie jedoch keinen Einfluss auf die Prognose zu haben.

Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
Erfahren Sie

Auch von Interesse

NACH OBEN