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Otitis externa maligna

(Nekrotisierende Otitis externa; Osteomyelitis der Schädelbasis)

Von

Bradley W. Kesser

, MD, University of Virginia School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Die Otitis externa maligna, die auch als Schädelbasisosteomyelitis oder als nekrotisierende Otitis externa bezeichnet wird, ist in der Regel eine Pseudomonas-Osteomyelitis des Os temporale. Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) ist auch als Ursache gemeldet worden.

Von der Infektion sind Bindegewebe, Knorpel und Knochen betroffen. Die Osteomyelitis breitet sich entlang der Schädelbasis aus und kann zu Schädel- Neuropathien Neuroophthalmologische Erkrankungen und Störungen der Hirnnerven Die Dysfunktion bestimmter Hirnnerven kann das Auge, die Pupille, den Sehnerv oder die Augenmuskeln und ihre Nerven beeinträchtigen; somit können sie als Störungen der Hirnnerven, neuroophthalmologische... Erfahren Sie mehr führen (VIIist in der Regel zuerst betroffen, gefolgt von IX, X und XI) und kann die Mittellinie überqueren.

An einer Otitis externa maligna erkranken hauptsächlich ältere Patienten mit Diabetes oder Immundefekten. Sie beginnt oft als Pseudomonas-Infektion im Außenohr. Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA Antibiotikaresistenz Staphylokokken sind grampositive, aerobe Bakterien. Staphylococcus aureus ist die Spezies mit der höchsten Virulenz; sie verursacht typischerweise Hautinfektionen und gelegentlich Pneumonie... Erfahren Sie mehr Antibiotikaresistenz ) wurde als Ursache identifiziert. Typische Symptome sind anhaltend starke, tiefsitzende Ohrenschmerzen (oft nachts schlimmer), übelriechender eitriger Ohrenfluss und Granulationsgewebe oder freigelegte Knochen im Gehörgang (meist am Übergang zwischen knöchernem und knorpeligem Abschnitt). Es kann zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit unterschiedlichen Schweregrads kommen. In schweren Fällen kann sich eine Parese des N. facialis und sogar der unteren Hirnnerven (IX, X oder XI) entwickeln, falls sich die erosive und möglicherweise lebensbedrohliche Infektion entlang der Schädelbasis (Osteomyelitis der Schädelbasis) vom Foramen stylomastoideum bis zum Foramen jugulare und darüber hinaus ausbreitet.

Diagnose

  • CT-Scan des Schläfenbeins

  • Biopsie

Die Diagnose wird durch eine hochauflösende CT-Untersuchung des Schläfenbeins vorgeschlagen, die eine erhöhte Röntgendichte im Mastoid-Luftzellensystem, eine Mittelohr-Radioluzenz (Demineralisation) in einigen Bereichen und eine Knochenerosion zeigen kann. Um diese Erkrankung von einem malignen Tumor (z. B. Plattenepithelkarzinom Plattenepithelkarzinom Das spinozelluläre Karzinom ist ein maligner Tumor der epidermalen Keratinozyten, der die Dermis involviert und für gewöhnlich in sonnenexponierten Bereichen auftritt. Die lokale Zerstörung... Erfahren Sie mehr  Plattenepithelkarzinom ) unterscheiden zu können, werden Biopsien aus dem Gehörgang entnommen und Kulturen angelegt.

Therapie

  • Systemische Antibiotika, typischerweise ein Fluorchinolon und/oder eine Kombination aus Aminoglykosid und einem semisynthetischen Penicillin

  • Topisches Antibiotikum/Steroid-Präparate (z. B. Ciprofloxacin/Dexamethason)

  • Selten chirurgisches Débridement

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einer 6-wöchigen i.v. Gabe eines Kultur-gerichteten Fluorchinolons (z. B. Ciprofloxacin, 400 mg i.v. alle 8 Stunden) und/oder einer halbsynthetischen Penicillin (Piperacillin-Tazobactam oder Piperacillin)/Aminoglykosid-Kombination (für Ciprofloxacin-resistente Pseudomonas). Leichtere Fälle können bei engmaschiger Nachsorge allerdings auch ambulant mit einem hochdosierten oralen Fluorchinolon (z. B. Ciprofloxacin, 750 mg oral alle 12 Stunden) behandelt werden. Die Behandlung umfasst auch topische Ciprofloxacin/Dexamethason-Präparate (z. B. Ohrentropfen, imprägnierte Kanal-Verbände) und serielles Débridement. Hyperbarer Sauerstoff kann eine nützliche unterstützende Behandlung darstellen, wobei seine endgültige Rolle jedoch noch nicht geklärt ist. Empfohlen wird das Hinzuziehen eines Spezialisten für Infektionskrankheiten, um die optimale Dauer der Antibiotikatherapie zu bestimmen, sowie eines Endokrinologen, um den Blutzucker strikt einzustellen. Bei ausgedehntem Knochenbefall muss die Antibiotikatherapie eventuell noch länger fortgesetzt werden. Wichtig ist eine sorgfältige Diabeteskontrolle. Häufiges "office debridement" ist notwendig, um Granulationsgewebe und eitrigen Ausfluss zu entfernen. Eine Operation ist in der Regel nicht notwendig, aber bei größeren Infektionen kann ein chirurgisches Débridement zur Klärung des nekrotischen Gewebes eingesetzt werden.

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