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Monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS)

Von

James R. Berenson

, MD, Institute for Myeloma and Bone Cancer Research

Inhalt zuletzt geändert Mai 2018
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Die monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) ist durch eine Produktion von Pararotein durch nicht-maligne Plasmazellen in Abwesenheit weiterer, für das multiple Myelom typischer Manifestationen charakterisiert.

Die Inzidenz der MGUS steigt von 1% in der Altersgruppe bis 25 Jahre auf > 5% bei den über 70-Jährigen. Eine MGUS kann in Verbindung mit anderen Krankheiten (siehe Tabelle: Einteilung der Plasmazellkrankheiten) auftreten, bei denen Paraproteine Antikörper sein können, die in großen Mengen als Antwort auf eine protrahierte antigene Stimulierung gebildet werden.

Eine MGUS verläuft üblicherweise asymptomatisch, doch kann eine periphere Neuropathie auftreten; zudem haben die Patienten ein erhöhtes Risiko für vermehrten Knochenverlust und Knochenbrüche. Obwohl die meisten Fälle zunächst gutartig sind, gehen bis zu 25% (1%/Jahr) in ein Myelom oder eine ähnliche B-Zell-Krankheit über, wie z. B. Makroglobulinämie, Amyloidose oder Lymphom.

Es kommt in der Regel zur Verdachtsdiagnose, wenn zufällig im Blut oder Urin durch eine Routineuntersuchung ein Paraprotein entdeckt wird. Bei den Laboruntersuchungen ist das Paraprotein in niedrigen Mengen im Serum (< 3 g/dl) oder Urin (< 300 mg/24 h) vorhanden. MGUS unterscheidet sich von bösartigen Plasmazellstörungen, da der M-Proteinspiegel niedriger ist und lytische Knochenläsionen, Anämie und Nierendysfunktion fehlen. Aufgrund der Bruchgefahr sollten eine grundlegende Auswertung mit einer Skelettbewertungsmaßnahme (d. h. einfache Röntgenaufnahmen des Schädels, der langen Knochen, der Wirbelsäule, des Beckens und der Rippen) und eine Knochendichtemessung durchgeführt werden. Das Knochenmark zeigt nur eine leichte Plasmazellvermehrung (< 10% der kernhaltigen Zellen).

Eine antineoplastische Behandlung wird nicht empfohlen. Neuere Studien deuten jedoch darauf hin, dass MGUS-Patienten mit damit verbundenem Knochenschwund (Osteopenie oder Osteoporose) von der Behandlung mit intravenösen Bisphosphonaten profitieren können, jedoch seltener als die monatlichen Behandlungen, die normalerweise zur Behandlung von Patienten mit multiplen Myelomen erforderlich sind. Alle 6 bis 12 Monate sollten die Patienten einer klinischen Untersuchung sowie einer Elektrophorese der Proteine im Serum und im Urin unterzogen werden, um ein mögliches Voranschreiten der Erkrankung zu bewerten.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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