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Beckenvenensyndrom

Von

JoAnn V. Pinkerton

, MD, University of Virginia Health System

Inhalt zuletzt geändert Sep 2017
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Beim Beckenvenensyndrom werden chronische Schmerzen durch Stehen oder Geschlechtsverkehr bei Frauen ausgelöst, bei denen einen Varikose in oder an den Ovarien besteht.

Das Beckenvenensyndrom ist eine häufige Ursache von chronischen pelvinen Schmerzen. Varikose und venöse Insuffizienz kommen häufig bei ovariale Venen vor, sind gewöhnlich aber asymptomatisch. Warum sich bei manchen Frauen Symptome entwickeln, ist unbekannt. Die meisten Frauen mit Beckenverstopfungssyndrom sind im Alter von 20 bis 45 Jahren und hatten mehrere Schwangerschaften.

Symptome und Beschwerden

Die pelvinen Schmerzen entwickeln sich nach der Schwangerschaft. Mit weiteren Schwangerschaften kann sich der Schmerz verstärken.

Der Schmerz ist typischerweise dumpf, kann aber auch stechend oder klopfend sein. Am Ende des Tages (nach langem Sitzen oder Stehen) ist er stärker und bessert sich im Liegen. Während oder nach dem Geschlechtsverkehr verstärkt sich der Schmerz. Häufig wird er von lumbalen Rückenschmerzen, Schmerzen in den Beinen und anomalen Regelblutungen begleitet.

Frauen können auch Krampfadern im Gesäß, in den Oberschenkeln und in der Scheide haben.

Gelegentlich kommt es zu einem klaren oder wässrigen vaginalen Ausfluss.

Weitere Symptome können Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und abdominelle Blähungen sein.

Während der gynäkologischen Untersuchung können schmerzempfindliche Ovarien und zervikaler Bewegungsschmerz festgestellt werden.

Diagnose

  • Klinische Kriterien

  • Ovariale Varikosis, durch Bildgebung nachzuweisen

Für die Diagnose eines Beckenstauungssyndroms ist es erforderlich, dass der Schmerz > 6 Monate besteht und die Ovarien bei der Untersuchung schmerzempfindlich sind.

Eine Sonographie wird durchgeführt, allerdings ist die Varikosis in liegender Position u. U. nicht zu erkennen.

Falls erforderlich werden zur Bestätigung der pelvinen Varikosis weitere Tests (z. B. Phlebographie, CT, MRT, Magnetresonanzphlebographie) gemacht. Beckenvarizen können durch selektives Katheterisieren bestimmter Venen und Injektion eines Kontrastmittels (Venographie) bestätigt werden.

Wenn die pelvinen Schmerzen belastend sind und ihre Ursache nicht festgestellt wurde, ist eine Laparoskopie indiziert.

Behandlung

  • Gewöhnlich NSAR

NSAR können versucht werden. Sind sie unwirksam und der Schmerz schwerwiegend, können Embolisation oder Verödung in Betracht gezogen werden.

Bei der Venographie auftretende Varizen können nach Lokalanästhesie und intravenöser Sedierung mit kleinen Spiralen oder Embolien embolisiert werden. Dieses Verfahren reduziert den Bedarf an Analgetika um bis zu 80%.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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