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Rektumprolaps und -senkung

Von

Parswa Ansari

, MD, Hofstra Northwell-Lenox Hill Hospital, New York

Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Quellen zum Thema

Unter einem Rektumprolaps versteht man die schmerzlose Vorwölbung des Rektums durch den Anus. Unter einer Rektumsenkung versteht man den gesamten Vorfall der Mastdarmwand. Die Diagnose erhält man durch die Inspektion. Bei Erwachsenen ist in der Regel ein operatives Eingreifen erforderlich.

Ein vorübergehender, auf die Rektumschleimhaut begrenzter Vorfall tritt häufig bei sonst normalen Kindern auf. Bei Erwachsenen kann der Rektumschleimhautprolaps persistieren und sich im Verlauf verschlechtern.

Unter einer Rektumsenkung versteht man den gesamten Vorfall der Mastdarmwand. Die primäre Ursache eines Prolaps ist unbekannt. Bei den meisten Patienten handelt es sich um Frauen > 60 Jahre.

Symptome und Beschwerden

Das hervorstechendste Symptom eines rektalen Prolaps und "procidentia" ist Protrusion. Er kann schon beim Pressen oder beim Gehen oder Stehen auftreten. Auch eine rektale Blutung kann auftreten und Inkontinenz ist häufig, Schmerz ist selten, es sei denn, es tritt eine Inkarzeration oder ein deutlicher Prolaps auf.

Diagnose

  • Klinische Bewertung

  • Die Diagnose wird durch eine Sigmoidoskopie, Koloskopie oder einen Bariumkontrasteinlauf gestellt.

Um das volle Ausmaß des Prolaps abzuschätzen, sollte der Arzt den Patienten stehend oder hockend und pressend untersuchen. Der Rektumvorfall kann von Hämorrhoiden durch das Vorhandensein von zirkumferenziellen Schleimhautfalten abgegrenzt werden. Der anale Sphinktertonus ist im Allgemeinen herabgesetzt. Um andere Krankheiten auszuschließen, sollte man eine Sigmoidoskopie, Koloskopie oder einen Kolonkontrasteinlauf mit Barium durchführen. Primär neurologische Krankheiten (z. B. Tumoren des Rückenmarks) müssen ausgeschlossen werden.

Therapie

  • Beseitigung der Ursachen für das Pressen

  • Bei Säuglingen und Kindern: gelegentliches festes Zusammendrücken der Gesäßbacken

  • Für Erwachsene: Manchmal Chirurgie

Im Säuglings- und Kindesalter ist die konservative Therapie am wirkungsvollsten. Ursachen von Pressen müssen beseitigt werden. Ein festes Zusammendrücken der Gesäßbacken mit Bändern in der Zeit zwischen den Stuhlgängen erleichtert eine spontane Reposition des Prolaps.

Beim einfachen Schleimhautprolaps bei Erwachsenen wird die überschüssige Schleimhaut exzidiert.

Bei einer Rektumsenkung kann eine Rektopexie, bei der das Rektum gelöst und am Os sacrum befestigt wird, erforderlich sein. Bei alten Patienten oder schlechtem Allgemeinzustand kann man eine Draht- oder synthetische Plastikschlinge um den Sphinkter legen (Thiersch-Verfahren). Weitere perineale Operationen (z. B. Vorgehen nach Delorme oder Altemeier) sollten erwogen werden.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

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