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Infektiöse Beugertenosynovitis

Von

David R. Steinberg

, MD,

  • Professor, Department of Orthopaedic Surgery, and Director, Hand and Upper Extremity Fellowship
  • Perelman School of Medicine at the University of Pennsylvania

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Quellen zum Thema

Die infektiöse Beugertenosynovitis ist eine akute Infektion innerhalb der Beugesehnenscheide. Die Diagnose wird durch Kanavel-Zeichen suggeriert und mit Röntgenstrahlen bestätigt. Die Behandlung erfolgt ist chirurgischer Drainage und Antibiotika.

Die übliche Ursache einer infektiösen Beuger-Tenosynovitis ist eine Penetration der Sehnenscheide mit bakterieller Inokulation.

Diagnose

  • Kanavel-Zeichen

  • Röntgenaufnahmen

  • Kultur der Drainage oder der chirurgischen Probe

Eine infektiöse Beugertenosynovitis präsentiert sich mit Kanavel-Zeichen:

  • gebeugte Ruhehaltung des Fingers

  • fusiforme Schwellung

  • Druckschmerzhaftigkeit entlang der Beugesehnenscheide

  • Schmerzen bei passiver Extension des Fingers

Eine Röntgenaufnahme sollte zum Ausschluss okkulter Fremdkörper angefertigt werden. Auch die akute kalzifizierende Tendinitis und die RA können die Beweglichkeit in ähnlicher Form einschränken und Schmerzen in der Sehnenscheide hervorrufen, sie können jedoch von der infektiösen Form durch das allmähliche Auftreten und Fehlen einiger Teilbefunde des Kanavel-Zeichens abgegrenzt werden. Eine disseminierte Gonokokkeninfektion kann eine Tenosynovitis hervorrufen, doch oft sind mehrere Gelenke (insbesondere jene der Handgelenke, Finger, Knöchel und Zehen) beteiligt, und die Patienten zeigen oft kürzlich aufgetretenes Fieber, Hautausschlag, Polyarthralgien und häufig Risikofaktoren für eine sexuell übertragene Krankheit (STD). Die Infektion der Sehnenscheide kann durch atypische Mykobakterien verursacht sein, diese Infektionen sind jedoch in der Regel nicht schmerzhaft und chronisch.

Therapie

  • Chirurgische Drainage und Antibiotika

Zur Behandlung von infektiöser Beuger-Tenosynovitis wird eine chirurgische Drainage durchgeführt, z. B. Spülung der Sehnenscheide durch Einführen einer Kanüle an einem Ende und Auslaufen der Flüssigkeit am anderen Ende der Sehnenscheide, weiterhin eine Schienung in Funktionshaltung, d. h. 20°-Streckung des Handgelenks, 60°-Beugung im MCP-Gelenk und leichte Beugung im PIP-Gelenk oder einen ausgedehnten offenen Schnitt bei schwereren Infektionen).

Antibiotika-Therapie (empirisch beginnend mit einem Cephalosporin) und Kulturen sind ebenfalls erforderlich. In Regionen, in denen Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) weit verbreitet ist, sollten Trimethoprim/Sulfamethoxazol, Clindamycin, Doxycyclin oder Linezolid anstelle eines Cephalosporins eingesetzt werden.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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