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Bettwanzen

Von

James G. H. Dinulos

, MD, Geisel School of Medicine at Dartmouth

Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Quellen zum Thema

Bettwanzenbisse sind in der Regel schmerzlos, verursachen aber Reaktionen (oft Juckreiz) bei empfindlichen Patienten.

Ätiologie

Bettwanzenbefälle sind in den letzten Jahren in entwickelten Ländern häufiger geworden. Die Bettwanzen, die Menschen am häufigsten befallen, sind Cimex lectularis (in gemäßigten Klimazonen) und C. hemipterus (vor allem in tropischen Klimazonen). Bettwanzen verstecken sich in den Ritzen und Spalten von Matratzen und anderen Strukturen (z. B. Bettrahmen, Kissen und Wände; in Entwicklungsländern in Lehmhäusern und Strohdächern). Sie bewegen sich langsam und werden über Wärme und Kohlendioxid von Menschen angezogen. Bettwanzen beißen ausgesetzte Haut; in der Regel geschieht dies nachts. Die Nahrungsaufnahme wird innerhalb von 5 bis 10 Minuten beendet.

Symptome und Beschwerden

Die Läsionen befinden sich generell auf ausgesetzter Haut. Sie entwickeln sich irgendwann zwischen dem folgenden Morgen und 10 Tagen nach dem Biss. Die Läsionen können jede der Folgenden sein:

  • Nur ein Einstich

  • Purpurrote Makulaturen

  • Erythematöse Makulaturen, Papeln oder Quaddeln, oft juckend; alle jeweils mit einem zentralen hämorrhagischen Einstich

  • Bullae

Die Läsionen können lineare Muster bilden oder in Gruppierungen auftreten. Ältere Erwachsene entwickeln die Symptome seltener als jüngere Personen. Die Läsionen klingen nach etwa 1 Woche ab. Eine sekundäre Infektion kann sich entwickeln.

Die Patienten können über die Schwierigkeiten und Kosten der Beseitigung eines Bettwanzenbefalls sowie über das soziale Stigma, das aus einem Befall resultieren kann, besorgt sein. Sie können sich selbst isolieren, um eine Ausbreitung des Befalls zu vermeiden.

Diagnose

  • Klinische Untersuchung

Eine Diagnose aufgrund des Erscheinungsbildes der Läsionen kann schwierig sein, da ihr Aussehen in der Regel unspezifisch ist. Jedoch sind die meisten Bettwanzenbisse größer und ödematöser als andere Bisse (z. B. Flohbisse).

Die Identifikation der Bettwanzen kann dabei helfen, die Diagnose zu bestätigen. Bettwanzen haben flache, ovale, rötlich-braune Körper. Nach einer Blutmahlzeit ist ihr Körper weniger flach und hat eine stärkere Rotfärbung. Erwachsene C. lectularis sind etwa 5 bis 7 mm lang und C. hemipterus sind etwas länger. Fäkalien oder Blut der Bettwanzen können auf der Bettwäsche und hinter Tapeten aufgefunden werden.

Behandlung

  • Symptomatische Behandlung

Bettwanzenbisse werden je nach Bedarf symptomatisch behandelt (z. B. mit topischen Kortikosteroiden und/oder systemischen Antihistaminika).

Die Bettwanzen sollten unter Einsatz physikalischer und chemikalischer Mittel ausgemerzt werden. Die physikalischen Mittel umfassen das Staubsaugen betroffener Bereiche und das Waschen verdächtigter Artikel mit anschließender Trocknung auf der höchsten Wärmestufe des Trockners. Außerdem sollten die gesamten Räume professionell behandelt werden, sofern möglich, durch Erhitzen auf Temperaturen ≥ 50° C (122° F) oder mit mehreren Insektiziden.

Wichtige Punkte

  • Bettwanzenbisse werden vor allem dann in Erwägung gezogen, wenn sich anfänglich asymptomatische Läsionen linear auf ausgesetzter Haut häufen.

  • Die Suche nach Anzeichen für einen Befall kann dabei helfen, die Diagnose zu bestätigen.

  • Professionelle Hilfe bei der Beseitigung der Bettwanzen wird empfohlen.

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