Überblick über Bewegungsstörungen

Vollständige Überprüfung: März 2026 VonAlex Rajput, MD, University of Saskatchewan | Eric Noyes, MD, University of Saskatchewan | Peer-Review durchMichael C. Levin, MD, College of Medicine, University of Saskatchewan
Letzte Aktualisierung: März 2026
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Jede Körperbewegung, sei es das Heben einer Hand oder Lächeln, erfordert ein komplexes Zusammenspiel zwischen dem zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark), den Nerven und Muskeln. Ist ein Bereich des Nervensystems, der Bewegungen steuert, geschädigt oder nicht funktionstüchtig, kann dies zu einer Bewegungsstörung führen.

Spezifische Bereiche im Gehirn steuern verschiedene Aspekte der Bewegung. Die Großhirnrinde und das Rückenmark sind an willkürlichen (beabsichtigten) Bewegungen beteiligt. Die Basalganglien (Ansammlungen von Nervenzellen, die sich an der Basis des Großhirns, tief im Inneren des Gehirns, befinden) helfen dabei, willkürliche Muskelbewegungen auszulösen und geschmeidig zu machen, unwillkürliche Bewegungen zu unterdrücken und Veränderungen der Haltung zu koordinieren. Das Kleinhirn koordiniert die Bewegungen des Körpers, hilft den Gliedmaßen, sich geschmeidig und exakt zu bewegen und das Gleichgewicht zu halten.

Je nach Art und Stelle der Schädigung oder Fehlfunktion können sich verschiedene Formen von Bewegungsstörungen entwickeln:

  • Schwäche und Lähmung der Muskeln, die an unwillkürlichen Bewegungen beteiligt sind, und Hyperreflexe: Schädigung des Großhirns, des Rückenmarks oder der dazwischenliegenden Verbindungen

  • Unwillkürliche (unbeabsichtigte) Bewegungen oder Abnehmen der Bewegungen, jedoch keine Schwäche oder Veränderungen der Reflexe: Schädigung der Basalganglien

  • Gestörte Koordination: Schädigung des Kleinhirns

Das Kleinhirn koordiniert die Bewegungen des Körpers, hilft den Gliedmaßen, sich geschmeidig und exakt zu bewegen und das Gleichgewicht zu halten.

Einige Bewegungsstörungen, wie Schluckauf, halten nur kurze Zeit an und verursachen in der Regel kaum Probleme. Andere, wie die Parkinson-Krankheit, sind schwerwiegend und fortschreitend. Sie beeinträchtigen die Fähigkeit zu gehen, zu sprechen, die Hände zu gebrauchen und das Gleichgewicht beim Stehen zu halten.

Lokalisation der Basalganglien

Die Basalganglien sind eine Ansammlung von Nervenzellen, die sich tief im Gehirn befinden. Hierzu zählen folgende:

  • Nucleus caudatus (eine C-förmige Struktur, die zu einem dünnen Schwanz zusammenläuft)

  • Putamen

  • Globus pallidus (befindet sich neben dem Putamen)

  • Subthalamischer Nucleus

  • Schwarze Substanz (Substantia nigra)

Die Basalganglien helfen dabei, Muskelbewegungen auszulösen und geschmeidig zu machen, unwillkürliche Bewegungen zu unterdrücken und Veränderungen der Haltung zu koordinieren.

Klassifizierung

Die Klassifizierung von Bewegungsstörungen hilft den Ärzten häufig dabei, die Ursache zu identifizieren.

Bewegungsstörungen werden häufig wie folgt klassifiziert:

  • Verminderte oder langsame Bewegungen

  • Vermehrte Bewegungen

Die häufigste Erkrankung, bei der Bewegungen vermindert und/oder verlangsamt werden

Störungen mit vermehrten Bewegungen

Stereotypien sind wiederholte, rhythmische Bewegungen. Sie treten bei Kindern mit Autismusspektrumstörung, geistiger Behinderung oder Enzephalitis, aber auch bei Kindern ohne diese Erkrankungen auf. Diese Bewegungen können normalerweise durch Ablenkung des Kindes gestoppt werden – zum Beispiel, indem man den Namen des Kindes ruft.

Koordinationsprobleme werden manchmal als Störungen, die vermehrte Bewegungen auslösen, klassifiziert. Sie werden häufig durch eine Fehlfunktion des Kleinhirns verursacht, was zu Tremor und Gleichgewichts- und Gehproblemen führt.

Bei einigen Erkrankungen kommt es sowohl zu verstärkten als auch verminderten Bewegungen. Die Parkinson-Krankheit verursacht beispielsweise vermehrte unbeabsichtigte (unwillkürliche) Bewegungen oder einen Tremor sowie langsame beabsichtigte (willkürliche) Bewegungen wie einen verlangsamten Gang.

Störungen mit vermehrten Bewegungen können sein:

  • Rhythmisch, hauptsächlich Tremor (obwohl der Tremor manchmal unregelmäßig ist, etwa bei der Dystonie)

  • Unrhythmisch, was verlangsamte oder schnelle Bewegungen und/oder eine unveränderte Position umfassen kann

Einige schnelle, unrhythmische Bewegungen, wie Tics, können vorübergehend unterbrochen (unterdrückt) werden. Andere, wie Hemiballismus, Chorea und Myoklonie, können schwer zu unterdrücken oder nicht vollständig zu unterdrücken sein.

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