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Rückenmark

Von

Steven A. Goldman

, MD, PhD, University of Rochester Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Das Rückenmark ist eine lange, empfindliche, röhrenartige Struktur, die am Ende des Stammhirns beginnt und fast bis zum Ende der Wirbelsäule reicht. Das Rückenmark besteht aus Nerven, welche ein- und ausgehende Nachrichten zwischen dem Gehirn und dem übrigen Körper übertragen. Es ist auch das Zentrum für Reflexe, z. B. den Kniesehnenreflex ({blank} Reflex Arc: A No-Brainer).

Wie das Gehirn ist auch das Rückenmark von drei Gewebeschichten (den Rückenmarkshäuten, Meninges medullae spinalis) umhüllt. Rückenmark und Hirnhäute verlaufen im Rückenmarkskanal, der seinerseits in der Mitte der Wirbelsäule verläuft. Bei den meisten Erwachsenen besteht die Wirbelsäule aus 33 einzelnen Knochen, den Wirbeln. Genauso wie das Gehirn von den Schädelknochen geschützt wird, schützen die Wirbel das Rückenmark. Die einzelnen Wirbel sind durch Knorpelscheiben (Bandscheiben) getrennt, die als Puffer fungieren und die Kräfte dämpfen, die durch Bewegungen, wie z. B. Gehen oder Springen, entstehen. Die Wirbel und die aus Knorpel bestehenden Bandscheiben verlaufen über die gesamte Länge des Rückgrats und bilden die Wirbelsäule.

Aufbau des Rückgrats

Das Rückgrat besteht aus einer Säule von Knochen, die man Wirbelknochen nennt (Wirbelsäule). Die Wirbel schützen das Rückenmark, einen langgezogenen, empfindlichen Strang im Wirbelkanal, der im Zentrum der Wirbelsäule verläuft. Zwischen den Wirbeln liegen Scheiben aus Knorpel (Bandscheiben), die als Abfederungspuffer des Rückgrats dienen und ihm eine gewisse Flexibilität verleihen.

Wie das Gehirn ist auch das Rückenmark von drei Gewebeschichten (den Rückenmarkshäuten, Meninges medullae spinalis) umhüllt.

Aufbau des Rückgrats
Aufbau des Rückgrats

Spinalnerven: Dem Rückenmark entspringen zwischen den Wirbeln 31 Spinalnervenpaare. Jeder Nerv teilt sich in zwei kurze Äste (Wurzeln):

  • In die motorische Vorderwurzel des Rückenmarks

  • In die sensorische Hinterwurzel des Rückenmarks

Die motorischen Wurzeln leiten Befehle von Gehirn und Rückenmark in andere Körperregionen, insbesondere zur Skelettmuskulatur.

Die sensorischen Wurzeln übermitteln Informationen aus anderen Körperregionen an das Gehirn.

Cauda equina: Das Rückenmark endet zwar nach etwa drei Vierteln der Wirbelsäule, ein Nervenbündel läuft jedoch über das Rückenmark hinaus. Dieses Nervenfaserbündel heißt Cauda equina (lat. Pferdeschwanz), da es einem Pferdeschwanz ähnelt. Die Cauda equina überträgt Nervenimpulse zu und von den Beinen.

Wie das Gehirn setzt sich das Rückenmark aus grauer und weißer Substanz zusammen. Das schmetterlingsförmige Zentrum des Rückenmarks besteht aus grauer Substanz. Die vorderen „Flügel“ (auch Vorderhörner genannt) enthalten die motorischen Nervenzellen (Neuronen), die Signale von Gehirn oder Rückenmark an die Muskulatur übermitteln und so Bewegungen auslösen. Die Hinterhörner enthalten sensorische Nervenzellen, die sensorische Informationen aus anderen Körperbereichen über das Rückenmark ins Gehirn weiterleiten. Die umgebende weiße Substanz enthält Stränge von Nervenfasern, die aus dem übrigen Körper sensorische Informationen ins Gehirn übermitteln (aufsteigende Bahnen), und solche, die motorische Impulse aus dem Gehirn an die Muskeln weiterleiten (absteigende Bahnen).

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