Der Alterungsprozess im Visier: Schilddrüsenüberfunktion bei älteren Erwachsenen

Der Alterungsprozess im Visier: Schilddrüsenüberfunktion bei älteren Erwachsenen

Eine Schilddrüsenüberfunktion betrifft etwa 1 Prozent der Bevölkerung, tritt aber häufiger bei älteren Erwachsenen auf. Sie ist bei älteren Erwachsenen jedoch häufiger eine ernste Erkrankung, da diese tendenziell auch weitere Krankheiten aufweisen.

Eine Schilddrüsenüberfunktion bei älteren Erwachsenen entsteht oft durch die Basedow-Krankheit. Etwa genauso häufig wird eine Schilddrüsenüberfunktion durch das allmähliche Wachstum von vielen kleinen Knoten in der Schilddrüse verursacht, die Schilddrüsenhormone produzieren (toxische Schilddrüsenknoten).

Ältere Erwachsene werden mit größerer Wahrscheinlichkeit mit Medikamenten behandelt, die eine Schilddrüsenüberfunktion verursachen können. Am häufigsten ist dies Amiodaron, ein Medikament zur Behandlung von Herzerkrankungen, das dabei jedoch auch die Schilddrüse anregen oder schädigen kann.

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann viele vage Symptome verursachen, die auf andere Erkrankungen zurückgeführt werden können. Typischerweise unterscheiden sich die Symptome bei älteren Erwachsenen von denen bei jüngeren Menschen.

Bei älteren Erwachsenen sind Gewichtsabnahme und Müdigkeit die häufigsten Symptome. Die Herzfrequenz ist vielleicht erhöht, und die Augen treten normalerweise nicht hervor. Ältere Erwachsene haben auch mit größerer Wahrscheinlichkeit Herzrhythmusstörungen (wie Vorhofflimmern), andere Herzprobleme (wie Angina und Herzinsuffizienz) sowie Verstopfung.

Gelegentlich schwitzen ältere Erwachsene stark, werden nervös und ängstlich und weisen Handtremor und häufigen Stuhlgang oder Durchfall auf.

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