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Übersicht über Erkrankungen der Blutgefäße der Leber

Von

Nicholas T. Orfanidis

, MD, Thomas Jefferson University Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2018| Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Quellen zum Thema

Die Leber erhält Sauerstoff und die nötigen Nährstoffe aus dem Blut von zwei großen Blutgefäßen:

  • Pfortader

  • Leberarterie

Die Pfortader übernimmt ca. zwei Drittel der Blutversorgung. Dieses Blut enthält Sauerstoff und zahlreiche Nährstoffe aus dem Dünndarm, die zur weiteren Verarbeitung in die Leber gebracht werden. Die Leberarterie versorgt die Leber mit dem restlichen Drittel Blut. Dieses sauerstoffreiche Blut kommt vom Herzen und versorgt die Leber mit ungefähr der Hälfte der benötigten Sauerstoffzufuhr. Die Versorgung mit Blut aus zwei Blutgefäßen schützt die Leber: Auch wenn eines der Blutgefäße beschädigt wird, kann die Leber ihre Funktion oft aufrechterhalten, weil sie über die andere Blutbahn mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.

Blutversorgung der Leber

Blutversorgung der Leber

Das Blut verlässt die Leber durch die Lebervenen. Dieses Blut ist eine Mischung aus dem Blut der Leberarterie und der Pfortader. Die Lebervenen bringen das Blut zur unteren Hohlvene – der größten Vene im Körper –, die Blut aus dem Bauchraum und dem Unterkörper zur rechten Herzseite transportieren.

Erkrankungen der Blutgefäße der Leber (vaskuläre Störungen) entstehen in der Regel aufgrund ungenügender Durchblutung – vor oder nach der Leber. Wenn das Problem mit dem Blutfluss aus der Leber hinaus zusammenhängt, staut sich das Blut in der Leber und führt zu einer Verstopfung, was eine vergrößerte Leber nach sich ziehen kann. In beiden Fällen erhalten die Leberzellen nicht genügend Blut (Ischämie) und folglich auch zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe. Bei der ischämischen Cholangiopathie werden die Gallengänge nicht ausreichend mit Blut versorgt.

Wussten Sie ...

  • Im Gegensatz zum restlichen Körper ist die Leber das einzige Organ, das mehrheitlich über eine Vene mit Sauerstoff versorgt wird.

Ungenügende Durchblutung – in die Leber oder aus der Leber heraus – kann auf eine Herzinsuffizienz oder Störungen der Blutgerinnung, bei der eine verstärkte Bildung von Blutgerinnseln (Thromboseneigung) auftritt, zurückzuführen sein. Bei einer Thromboseneigung kann ein Blutgerinnsel die Pfortader oder eine Lebervene blockieren und den Blutfluss verlangsamen oder ganz aufhalten. Erkrankungen, bei denen der Blutfluss blockiert ist, sind unter anderem:

  • Budd-Chiari-Syndrom, das entsteht, wenn der Blutfluss aus der Leber durch Blutgerinnsel blockiert wird

  • Pfortaderthrombose, bei der es sich um eine Verstopfung oder Verengung der Pfortader (des Blutgefäßes, das die Leber mit Blut aus dem Darm versorgt) durch ein Blutgerinnsel handelt

  • Sinusoidales Obstruktionssyndrom, welches entsteht, wenn sehr kleine Blutgefäße in der Leber blockiert sind

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