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Angiographie

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Was ist eine Angiographie (ein Angiogramm)?

„Angio“ ist der medizinische Fachbegriff für Blutgefäße und „-graphie“ (-grafie) bezieht sich auf Bilder (denken Sie zum Beispiel an die Fotographie). Die Angiographie bezeichnet also Bildaufnahmen der Blutgefäße. Dabei wird mithilfe von Röntgenstrahlen ein Bild erstellt, das als Angiogramm bezeichnet wird.

Für gewöhnlich sind nur Bilder von 1 oder 2 Blutgefäßen im betroffenen Bereich erforderlich und nicht von allen Blutgefäßen. Zur Erstellung der Bilder wird ein Katheter (ein dünner, flexibler Schlauch) in ein Blutgefäß nahe des betroffenen Bereichs geschoben. Anschließend wird eine Flüssigkeit (ein sogenanntes Kontrastmittel) durch den Katheter injiziert. Das Kontrastmittel ist auf den Röntgenbildern bzw. -videoaufnahmen sichtbar und stellt das Innere der Blutgefäße dar. Die Bilder zeigen, wie Ihr Blut fließt und ob es Probleme mit den Blutgefäßen gibt.

  • Der Katheter wird für gewöhnlich über einen kleinen Schnitt in der Leiste oder im Arm eingeführt

  • Mit der Angiographie wird nach Störungen in den Blutgefäßen gesucht

  • Eine erkannte Störung in den Blutgefäßen kann auch bereits während der Angiographie behandelt werden

Warum ist eine Angiographie erforderlich?

Eine Angiographie ist erforderlich, wenn ein Verdacht auf Störungen der Blutgefäße besteht, wie:

  • Eine Blockade (zum Beispiel ein Blutgerinnsel, das einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall verursacht)

  • Eine Verengung (die zum Beispiel durch die Verhärtung von Arterien verursacht wird)

  • Eine Ausbuchtung in der schwachen Wand eines Blutgefäßes (Aneurysma)

  • Risse in einem Blutgefäß

Für gewöhnlich wird die Angiographie in den Arterien vorgenommen. Dabei handelt es sich um die Blutgefäße, die das Blut vom Herzen wegtransportieren. Die Angiographie der Arterien wird als Arteriographie bezeichnet.

In selteneren Fällen wird eine Angiographie auch in den Venen durchgeführt. Die Venen sind die Blutgefäße, die das Blut zurück zum Herzen transportieren. Die Angiographie der Venen nennt man Venographie.

Wie läuft eine Angiographie ab?

Die Untersuchung kann weniger als eine Stunde und bis zu mehrere Stunden dauern, abhängig von den Blutgefäßen, die untersucht werden sollen.

Vor der Untersuchung

Sie werden in der Regel gebeten, 12 Stunden vor der Untersuchung nichts zu essen oder zu trinken.

Während der Untersuchung

  • Sie erhalten ein Medikament zur Entspannung, allerdings kein Schlafmittel

  • Die Stelle, an der der Schnitt für die kleine Öffnung gemacht werden soll - meist an der Leiste oder manchmal auch am Arm - wird betäubt

  • Der Katheter wird eingeführt und in das zu untersuchende Blutgefäß geschoben

  • Das Kontrastmittel wird durch den Katheter injiziert

  • Während das Kontrastmittel durch die Blutgefäße fließt, erzeugt ein Röntgengerät Bilder

  • Während der Untersuchung werden Sie möglicherweise gebeten, tief zu atmen, Ihren Atem anzuhalten oder zu husten

Nach der Untersuchung

Der Katheter wird entfernt und es wird Druck auf den Schnitt ausgeübt, um Blutungen zu verhindern. Möglicherweise müssen Sie mehrere Stunden lang liegen bleiben. Manchmal müssen Sie auch im Krankenhaus übernachten. Sie werden gebeten, sich auszuruhen und zusätzliche Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Was sind die Risiken einer Angiographie?

Bestrahlung

Bei einer Angiographie sind Sie mehr Strahlung ausgesetzt als bei einer einfachen Röntgenaufnahme. Die Ärzte sind bemüht, die gesamte Strahlenmenge, der Sie während Ihres Lebens ausgesetzt sind, zu beschränken. Eine zu hohe Strahlenmenge kann Ihr Krebsrisiko erhöhen.

Weitere Probleme

  • Die Nadeln können leichte Schmerzen verursachen

  • Manche Menschen fühlen sich unwohl, wenn das Kontrastmittel gespritzt wird

  • Einige Personen zeigen auch eine allergische Reaktion auf das Kontrastmittel (wie Niesen, ein Hautausschlag oder Atemprobleme)

  • Wenn Sie Probleme mit den Nieren haben (wie Niereninsuffizienz), kann das Kontrastmittel diese verschlimmern

  • Die Stelle, an der der Katheter eingeführt wird, kann bluten, sich infizieren oder schmerzen

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