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Kurzinformationen

Körperdysmorphe Störung

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Was ist eine körperdysmorphe Störung?

„Dysmorphie“ bedeutet Deformität oder Anomalie der Form oder Größe eines Körperteils.

Die körperdysmorphe Störung ist eine psychische Störung, bei der die betroffene Person viel Zeit und Energie damit verbringt, sich darüber Sorgen zu machen, wie sie aussieht, obwohl sie einen normalen Körper hat. Menschen mit dieser Störung können sich auf die Größe oder das Aussehen eines bestimmten Körperteils, wie z. B. die Nase, versteifen. Die Sorgen über den Körperteil machen für Freunde und Angehörige keinen Sinn und beeinträchtigen das tägliche Leben der betroffenen Personen.

  • Menschen mit körperdysmorpher Störung verbringen unter Umständen ganze Stunden am Tag damit, sich Sorgen über die wahrgenommenen Schwachstellen in ihrem Körper zu machen, obwohl diese Probleme für andere Menschen geringfügig oder gar nicht vorhanden erscheinen.

  • Sie glauben möglicherweise, dass Teile Ihres Körpers hässlich, unattraktiv, deformiert oder abscheulich sind.

  • Sie können sich so stark für ihr Aussehen schämen, dass sie es vermeiden, auszugehen oder Zeit mit Freunden zu verbringen.

  • Ärzte behandeln eine körperdysmorphe Störung mit Antidepressiva und kognitiver Verhaltenstherapie.

Die Störung beginnt normalerweise im Jugendalter und tritt bei Frauen ein wenig häufiger auf.

Was sind die Symptome einer körperdysmorphen Störung?

Die Symptome einer körperdysmorphen Störung können schleichend oder plötzlich auftreten. Es stellen sich u. a. folgende Symptome ein:

  • Täglich Stunden über wahrgenommene Fehler am Körper nachsinnen

  • Ständig in Spiegeln begutachten

  • Ständig übermäßige Körperpflege betreiben und an der Haut herumzupfen

  • Glauben, dass andere besonders negativ auf das eigene Aussehen reagieren oder sich über einen lustig machen

  • Sich häufig Schönheitsoperationen unterziehen, ohne wirklich zufrieden zu werden

  • Die Gesellschaft anderer meiden, damit man nicht von anderen gesehen wird

  • So stark mit dem eigenen Aussehen beschäftigt sein, dass dies zu massivem Stress und Problemen mit dem sozialen Umfeld, der Arbeit, Schule oder anderen gesellschaftlichen Bereichen führt

Der Körperteil, auf den man fixiert ist, kann sich mit der Zeit verändern. Menschen mit körperdysmorpher Störung sind häufig fixiert auf:

  • Gesicht und Haut

  • Haare

  • Muskelgröße und -spannung

Woran erkennt der Arzt eine körperdysmorphe Störung?

Viele Menschen machen sich über ihr Aussehen Gedanken. Ärzte stellen die Diagnose einer körperdysmorphen Störung aber nur dann, wenn diese Sorgen über das eigene Aussehen das Folgende beinhalten:

  • sie sehr aufgebracht machen

  • viel Zeit in Anspruch nehmen

  • Ihnen Probleme im Alltag bereiten

Viele Menschen mit körperdysmorpher Störung schämen sich, ihren Ärzten von ihren Sorgen zu erzählen oder glauben auch nicht, dass ihr Verhalten ein Problem darstellt. In der Folge kann die Störung jahrelang unentdeckt bleiben.

Wie wird eine körperdysmorphe Störung behandelt?

Die Behandlung einer körperdysmorphen Störung wird mit einem oder mehreren der folgenden behandelt:

  • Kognitive Verhaltenstherapie – dies hilft den Betroffenen, ihr Aussehen objektiver zu betrachten

  • Habit-Reversal-Therapie – das hilft den Betroffenen, Gewohnheitsmuster wie das Zupfen an der Haut zu beenden

  • Antidepressiva

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