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Panikattacken und Panikstörungen

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Was ist eine Panikattacke?

Von einer Panikattacke spricht man, wenn man sich plötzlich sehr fürchtet oder Angst hat. Der Betroffene kann auch Schmerzen in der Brust, ein Erstickungsgefühl und einen flauen Magen haben, sich schwindelig fühlen oder unter Atemnot leiden. Eine Panikattacke verschwindet nach 10 bis 15 Minuten wieder.

  • Panikattacken können durch etwas sehr Furchterregendes wie eine Schlange ausgelöst werden, oder ganz von allein auftreten

  • Während einer Panikattacke kann der Betroffene denken, dass er ein ernsthaftes medizinisches Problem hat, z. B. einen Herzinfarkt oder Schlaganfall

  • Panikattacken sind zwar unangenehm und beängstigend, aber nicht gefährlich

  • Sie treten häufig auf – jährlich hat jeder 10. Erwachsene mal eine Panikattacke

Was ist eine Panikstörung?

Von einer Panikstörung spricht man, wenn der Betroffene ständig Panikattacken hat und zudem:

  • Angst vor weiteren Panikattacken hat

  • Angst davor hat, dass er wahnsinnig wird oder den Verstand verliert

  • Plätze meidet oder übliche Aktivitäten nicht mehr ausführt, weil er denkt, er könnte dann eine Panikattacke haben

Was verursacht Panikattacken?

Panikattacken können durch etwas ausgelöst werden, dass Ihnen Angst macht. Wenn Sie beispielsweise Angst vor Schlangen haben, können Sie eine Panikattacke erleiden, wenn Sie eine Schlange sehen. Aber Panikattacken können manchmal ohne Anlass auftreten. Die Ärzte sind sich auch nicht sicher, warum manche Menschen Panikattacken haben, wenn etwas Furchterregendes geschieht und andere nicht.

Welche Symptome treten bei einer Panikattacke auf?

Panikattacken sind zwar unangenehm und beängstigend, aber nicht gefährlich. Die Symptome treten rasch auf und verschwinden nach 10 bis 15 Minuten wieder.

Die Hauptsymptome sind:

  • Plötzlich starke Furcht oder Unwohlsein

Die Betroffenen haben zudem mindestens 4 dieser anderen Symptome:

  • Schmerzen oder Beschwerden in der Brust

  • Das Gefühl, als ob sie ersticken würden

  • Schwindel oder Ohnmachtsgefühl

  • Übelkeit oder Bauchschmerzen oder Durchfall

  • Taubheit oder Kribbeln in den Lippen und Fingern

  • Herzklopfen oder Herzrasen

  • Kurzatmigkeit oder Erstickungsgefühl

  • Schwitzen

  • Zittern oder Schütteln

  • Todesangst

  • Angst, verrückt zu werden oder den Verstand zu verlieren

  • Das Gefühl, das alles um sie herum nicht real ist

Woran erkennt der Arzt, dass ich an Panikattacken leide?

Ihr Arzt wird untersuchen, ob Ihre Symptome auf einer körperlichen Ursache beruhen. Wenn Sie beispielsweise Brustschmerzen haben, wird der Arzt überprüfen, ob Sie einen Herzinfarkt hatten. Wenn Ihre Symptome auf keine körperliche Ursache zurückzuführen sind, vermuten Ärzte Panikattacken.

Wie werden Panikattacken oder eine Panikstörung behandelt?

Einige Betroffene erholen sich ohne Behandlung wieder. Bei anderen kommen und gehen die Panikattacken über die Jahre. Die Behandlung von Panikattacken und eine Panikstörung kann umfassen:

  • Eine Therapie, z. B. eine Konfrontationstherapie, kognitive Verhaltenstherapie oder unterstützende Psychotherapie

  • Antidepressiva

  • Angstlösende Medikamente

Eine Konfrontationstherapie hilft die Angst zu lösen, indem:

  • Sie schrittweise immer wieder mit dem Auslöser Ihrer Attacken konfrontiert werden, solange, bis Sie sich dadurch nicht mehr eingeschüchtert fühlen

  • Wenn Sie Angst haben, ohnmächtig zu werden, hilft es Ihnen, zu lernen, dass die Ohnmacht durch zu rasches Atmen verursacht wird. Dann wissen Sie auch, dass Sie während einer Panikattacke nicht wirklich das Bewusstsein verlieren

Die kognitive Verhaltenstherapie lehrt:

  • Situationen, die Panikattacken verursachen, nicht zu vermeiden

  • Zu erkennen, dass Ihre Ängste nicht real sind

  • und Sie stattdessen mit langsamer, kontrollierter Atmung oder anderen Entspannungstechniken darauf reagieren sollten

Die unterstützende Psychotherapie schließt die Lehre und Beratung ein, damit Sie:

  • über die Störung und die Behandlung dazu im Allgemeinen Bescheid wissen

  • eine realistische Hoffnung auf Besserung erhalten

  • Unterstützung von einem Arzt erhalten, dem Sie vertrauen

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