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Kurzinformationen

Tourette-Syndrom und andere Tic-Störungen

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Was sind Tic-Störungen?

Tic-Störungen sind plötzliche, schnelle Bewegungen oder Töne, die ungewollt entstehen. Die Bewegungen oder Töne können beim Betroffenen mehrmals und immer wieder auftreten.

Das Tourette-Syndrom ist eine Störung, die zu Tics in Form von Bewegungen als auch Tönen führt und die länger als ein Jahr andauern können.

Die Betroffenen führen die Tics zwar nicht absichtlich aus, aber sie haben einen starken Drang, sie auszuführen, etwa wie man den starken Drang haben kann, zu niesen. Und wie beim Niesen, kann auch ein Tic kaum gestoppt werden. Aber manchmal kann der Betroffene den Tic für einige Minuten unterdrücken.

  • Tic-Störungen, die mit Bewegungen einhergehen (motorische Tics), schließen Blinzeln, Stirnrunzeln und ruckartige Kopfbewegungen ein

  • Tic-Störungen, die mit Tönen einhergehen (vokale Tics), schließen Räuspern oder Grunzen ein

  • Tic-Störungen können viele Male am Tag oder nur alle paar Monate auftreten

  • Tic-Störungen, die mit komplizierten Bewegungen oder Sprache einhergehen, können das Leben des Betroffenen erschweren

  • Leichte Tic-Störungen verschwinden häufig mit dem Erwachsenwerden

  • Da Tic-Störungen nicht absichtlich ausgeführt werden, sollten die Kinder nicht dafür bestraft oder bloß gestellt werden

Wer entwickelt Tic-Störungen?

Wodurch werden Tic-Störungen verursacht?

  • Die Ursache der Tic-Störung ist nicht bekannt.

  • Tic-Störungen kommen in der Familie vor

Hinter den Tic-Störungen steckt keine Absicht. Bestrafungen werden die Tics beim Kind nicht abstellen, sondern können sie sogar noch verschlimmern.

Was sind die Symptome einer Tic-Störung?

Tics können einfach oder komplex sein.

Einfache Tics dauern nur sehr kurz an. Hierzu zählt Folgendes:

  • Blinzeln

  • Stirnrunzeln

  • Kopfzucken

  • Schulterzucken

  • Grunzen oder Bellen

  • Schnüffeln oder Schnauben

  • Wiederholt Räuspern

Da Tic-Störungen nur rasche unbedeutende Bewegungen und Töne sind, verursachen sie in der Regel kaum Probleme im Alltag des Betroffenen.

Komplexe Tics dauern länger an und können aus einer Kombination aus verschiedenen einfachen Tics bestehen. Zu komplexen Tics gehören:

  • Kombination aus Kopfdrehen plus Schulterzucken

  • Fluchen

  • Unangemessene Gesten

  • Wiederholung von Tönen anderer Menschen

  • Wiederholte Nachahmung der Bewegungen anderer Menschen

Komplexe Tics können sich wie etwas Beleidigendes oder Unverschämtes anhören oder aussehen. Daher können Menschen mit schwerer Tic-Störung Probleme auf der Arbeit, in der Schule und mit Freunden haben. Sie können sich im Beisein anderer unsicher führen und deren Nähe meiden.

Wie wird eine Tic-Störung diagnostiziert?

Ärzte diagnostizieren eine Tic-Störung, wenn der Betroffene Dinge tut, die Tics zu sein scheinen und bestimmte Kriterien erfüllen. Tic-Störungen können nicht mithilfe von Tests diagnostiziert werden.

Wie behandeln Ärzte Tic-Störungen?

Bei leichten Symptomen werden die Ärzte Ihnen versuchen zu vermitteln, dass die Tics harmlos sind und dass Sie einfach warten sollten, bis diese sich von selbst wieder geben. Manchmal können ältere Kinder und Erwachsene mit einem Therapeuten zusammenarbeiten, um Entspannungstechniken oder andere Methoden zu erlernen, mit denen sie ihre Tics kontrollieren können.

Wenn die Tics für eine lange Zeit anhalten und die tagtäglichen Aktivitäten stören, können Ärzte versuchen, die Tics mit Medikamenten in den Griff zu bekommen.

Betroffene mit einer Tic-Störung sollten auf eine Zwangsstörung, Aufmerksamkeitsdefizit und andere Störungen hin untersucht werden, die bei Menschen mit Tics häufig einhergehen, und diese behandeln. Kinder, die wegen ihrer Tics Schwierigkeiten in der Schule haben, sollten auf Lernstörungen untersucht werden und Unterstützung erhalten.

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