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Persistierende genitale Erregungsstörung

Von

Rosemary Basson

, MD, University of British Columbia and Vancouver Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2013| Inhalt zuletzt geändert Feb 2014
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Persistierende genitale Erregungsstörung ist eine übermäßige ungewollte körperliche (genitale) Erregung, einschließlich erhöhten Blutflusses zu den Geschlechtsorganen und verstärktem Scheidenausfluss, ohne Verlangen nach sexueller Aktivität.

Die Ursache für diese Störung ist unbekannt. Allerdings können die Angst und die Sorge darüber, wann die Störung wieder auftreten wird, eine Ursache sein. Enge Beckenmuskeln können einen Teil der Ursache darstellen.

Körperliche Veränderungen, die normalerweise durch sexuelle Stimulation ausgelöst werden, treten auf, obwohl die Frau kein Verlangen nach sexueller Aktivität hat und weder mental noch emotional (subjektiv) erregt ist. Die Blutversorgung des Genitalbereichs erhöht sich, wodurch die Klitoris (die dem Penis bei Männern entspricht) und die Scheidenwände anschwellen (ein Prozess, der Anschwellen genannt wird). Durch die erhöhte Blutversorgung treten vermehrt Scheidensekrete auf (die als Gleitmittel dienen). Der Genitalbereich kann kribbeln oder pochen. Die Empfindungen halten über Stunden oder Tage an. Die meisten Frauen empfinden diese Veränderungen als störend und sind deshalb verängstigt und verunsichert.

Zunächst verschaffen Orgasmen (einschließlich denen bei der Masturbation) vorübergehend Befriedigung, aber sie werden oft weniger wirksam und werden als unbefriedigende, unpraktische Lösung angesehen.

Behandlung

Die Behandlung ist unklar. Entspannungsübungen für die Beckenmuskulatur mit Biofeedback ({blank} Biofeedback) können insbesondere in Verbindung mit der auf Achtsamkeit basierten kognitiven Therapie (MBCT – {blank} Behandlung) helfen. Achtsamkeit bedeutet, sich auf das zu konzentrieren, was im Augenblick geschieht. Bei der MBCT werden Achtsamkeit und die kognitive Verhaltenstherapie kombiniert.

Für einige Frauen kann es hilfreich sein, diese Störung auszumachen und die Sicherheit zu erlangen, dass sie spontan behoben werden kann. Informationen über die Störung und Unterstützung können ebenso hilfreich sein wie eine spezielle Behandlung der Angstzustände, einschließlich Psychotherapien und/oder Arzneimitteln.

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