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Harnleitertrauma

Von

Noel A. Armenakas

, MD, Weill Cornell Medical School

Inhalt zuletzt geändert Feb 2018
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Die meisten Harnleiterverletzungen treten während einer Operation auf. Verfahren, bei denen die meisten Harnleiterverletzungen passieren, sine z. B. die Ureteroskopie, die Hysterektomie, die tiefe anteriore Kolonresektion und die abdominale Aneurysmenreparatur. zu den Mechanismen zählen Ligatur, Transektion, Avulsion, Quetschung, Devaskularisation, Kinking und Elektrokoagulation

Nichtiatrogene Ureterverletzungen machen nur etwa 1–3% der Urogenitaltraumen aus. In der Regel sind sie Folgen von Schusswunden und in seltenen Fällen von Stichwunden. Bei Kindern sind Ausrissverletzungen häufiger. Zu den Komplikationen zählen, peritoneale oder extraperitoneale Extravasation, perinephritischer Abszess, Fistelbildung (z. B. ureterovaginal, ureterokutan) sowie Harnröhrenstriktur, Obstruktion oder beides.

Diagnose

  • Bildgebung, explorative Chirurgie oder beides

Der Verdacht besteht bei entsprechender Anamnese, die Diagnostik erfordert eine große Sorgfalt, weil die Symptome unspezifisch sind und eine Hämaturie bei > 30% der Patienten fehlt. Die Diagnose wird durch bildgebende Verfahren (z. B. CT mit Kontrastmittel, zudem versetzte Aufnahmen, retrogarde Pyelographie gehören), explorative Chirurgie oder beides gestellt. Fieber, Flankenempfindlichkeit, längerer Ileus, Harninkontinenz, Verstopfung und Sepsis sind die häufigsten Anzeichen einer verzögerten, sonst okkulten Verletzungen.

Behandlung

  • Bei kleineren Verletzungen: perkutaner Nephrostomiekatheter oder Ureter-Stent

  • Bei größeren Verletzungen: chirurgische Reparatur

Alle Verletzungen benötigen eine Intervention. Eine ableitende perkutane Nephrostomie oder die zystoskopische Platzierung eines Ureter-Stents genügen oft bei geringen Verletzungen (z. B. Kontusionen oder Teilrisse). Ein kompletter Einriss oder Abriss erfordert in der Regel rekonstruktive Maßnahmen, wozu die Ureterreimplantation, die primäre Ureteranastomose, der anteriore (Boari) Blasenlappen, die Ileuminterposition und als letzte Möglichkeit die Autotransplantation gehören.

Wichtige Punkte

  • Die meisten Harnleiterverletzungen treten während einer Operation auf.

  • Haben Sie einen hohen Verdachtsindex, da Befunde unspezifisch sind und Hämaturie häufig nicht vorhanden ist.

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