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Renale Glukosurie

(Renale Glykosurie)

Von

L. Aimee Hechanova

, MD, Texas Tech University

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2017
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Die renale Glukosurie bedeutet Glukose im Urin ohne Glykämie. Sie resultiert aus einer entweder erworbenen oder erblichen isolierten Störung des Glukosetransports oder tritt im Zusammenhang mit anderen renalen Tubulusstörungen auf.

Die renale Glukosurie stellt die Ausscheidung von Glukose im Urin bei normalem Plasmaglukosespiegel dar.

Renale Glykosurie kann erblich sein. Diese Form beruht gewöhnlich auf einer Reduktion des Glukosetransportmaximums (maximale Rückresorptionsrate für Glukose) und führt infolgedessen zum Glukoseverlust im Urin. Die erbliche Störung wird in der Regel auf unvollständig rezessivem Weg (Heterozygoten haben einfache Glukosurie) übertragen.

Die renale Glukosurie kann ohne andere Anomalien der Nierenfunktion oder als Teil eines generalisierten Defekts der proximalen Tubulusfunktion (Fanconi-Syndrom) auftreten. Sie kann außerdem im Zusammenhang mit verschiedenen systemischen Störungen vorkommen, darunter Cystinosis, Morbus Wilson, hereditäre Tyrosinämie und das okulozerebrorenale Syndrom (Lowe-Syndrom).

Symptome

Die renale Glukosurie verläuft symptomlos und führt nicht zu ernsten Folgeschäden. Wenn jedoch ein assoziierter generalisierter Defekt der proximalen Tubulusfunktion besteht, können Symptome und Befunde wie hypophosphatämische Rachitis, Volumenverlust, Minderwuchs, Muskelhypotonie und Augenbefunde mit Katarakt oder Glaukom (okulozerebrorenales Syndrom) oder Kayser-Fleischer-Ringe (Morbus Wilson) auftreten. Bei solchen Befunden sollte an andere Transportstörungen als die Glukosurie gedacht werden.

Diagnose

  • Urinanalyse

  • 24-h-Urinsammlung

Die Störung wird üblicherweise erstmals bei einer Routineurinuntersuchung bemerkt.

Die Diagnose basiert auf einem Befund von Glukose im 24-h-Sammelurin (wenn eine Diät 50% Kohlenhydrate enthält) bei fehlender Hyperglykämie (Serumglukose < 140 mg/dl). Um sicherzustellen, dass es sich beim ausgeschiedenen Zucker um Glukose handelt, und um eine Pentosurie, Fructosurie, Sucrosurie, Maltosurie, Galaktosurie und Laktosurie auszuschließen, sollte bei allen Labormessungen die Glukoseoxidase-Methode angewandt werden. Einige Experten fordern für die Diagnose ein normale Ergebnis eines oralen Glukose-Toleranztests.

Therapie

  • Es ist keine Behandlung erforderlich.

Die isolierte renale Glucosurie ist gutartig, eine Behandlung ist nicht erforderlich.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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