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Schizoaffektive Störung

Von

Carol Tamminga

, MD,

  • Professor and Chairman
  • UT Southwestern Medical Dallas

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Schizoaffektive Erkrankung ist gekennzeichnet durch Psychose, andere Symptome der Schizophrenie und signifikante Stimmungssymptome. Sie unterscheidet sich von der Schizophrenie durch das Auftreten von 1 Episode einer Depression oder Manie zu Lebzeiten eines Menschen.

Zu einer Psychose gehören Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen, desorganisiertes Denken und Sprechen sowie bizarres und unangemessenes motorisches Verhalten, was einen Kontaktverlust mit der Realität aufzeigt.

Schizoaffektive Störungen werden berücksichtigt, wenn Psychose und Stimmungsschwankungen nebeneinander bestehen. Die Diagnose erfordert das Vorliegen von signifikanten affektiven Symptomen (depressiv oder manisch) während > 50% der Gesamtdauer der Erkrankung gleichzeitig mit Symptomen der Schizophrenie.

Die Unterscheidung der schizoaffektiven Störung von einer Schizophrenie und affektiven Störungen erfordert die longitudinale Beurteilung von Symptomen und Symptomprogression.

Behandlung

  • Häufig eine Kombination von Medikamenten, Psychotherapie und Unterstützung durch die Gemeinschaft

Weil die schizoaffektive Störung häufig zu langfristiger Behinderung führt, ist eine umfassende Behandlung (inkl. Medikamente, Psychotherapie und Unterstützung durch die Gemeinschaft) oft erforderlich.

Zur Behandlung des manischen Typs ist oft ein Antipsychotikum der 2. Generation ausreichend, aber wenn nicht, kann es hilfreich sein, Lithium, Carbamazepin oder Valproat zuzusetzen.

Zur Behandlung des depressiven Typs werden zuerst Antipsychotika der 2. Generation gegeben. Sobald sich die positiven psychotischen Symptome stabilisiert haben, sollte ein Antidepressivum eingesetzt werden, wenn Depressionen behandelt werden müssen; SSRIs werden wegen ihres Sicherheitsprofils bevorzugt.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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