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Überblick über dissoziative Störungen

Von

David Spiegel

, MD, Stanford University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Jul 2017
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Jeder macht gelegentlich die Erfahrung, Erinnerungen, Wahrnehmungen, Identitätserleben oder Bewusstsein nicht automatisch in ein Ganzes integrieren zu können. Menschen können z. B. irgendwo hinfahren und dann feststellen, dass sie sich an viele Aspekte der Fahrt nicht erinnern, weil sie mit ihren eigenen Gedanken, einer Radiosendung oder dem Gespräch mit einem Mitreisenden beschäftigt waren. Typischerweise verursachen derartige Phänomene, die sog. nichtpathologische Dissoziation, im Alltagsleben keine Probleme.

Im Gegenteil, Menschen mit einer dissoziativen Störung können einen Ablauf von alltäglichen Tätigkeiten, die Minuten, Stunden, Tage oder Wochen in Anspruch genommen haben, komplett vergessen, oder sie können das Gefühl haben, dass ihnen ein bestimmter Zeitabschnitt in ihrem Erleben fehlt. Bei dissoziativen Störungen ist die normale Integration von Bewusstsein, Gedächtnis, Wahrnehmung, Identität, Emotion, Körperdarstellung, Motorsteuerung und Verhalten gestört, und die Kontinuität des Selbst geht verloren.

Menschen mit einer dissoziativen Störung können Folgendes erleben:

  • Unerwünschte Eingriffe in das Bewusstsein mit dem Verlust von kontinuierlicher Erfahrung, einschließlich Gefühlen der Loslösung von sich selbst (Depersonalisation) und/oder der Umgebung (Derealisation) und der Zersplitterung der Identität

  • Gedächtnisverlust von wichtigen persönlichen Informationen (dissoziative Amnesie)

Dissoziative Störungen entwickeln sich häufig nach überwältigendem Stress. Derartiger Stress kann durch traumatische Ereignisse oder unerträgliche innere Konflikte erzeugt werden. Dissoziative Störungen beziehen sich auf Trauma- und Stressor-bedingten Erkrankungen; akute Belastungsstörung und PTSD, die dissoziative Symptome beinhalten können (z.B. Amnesie, Rückblenden, Betäubung, Depersonalisierung/Derealisierung).

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