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Laryngitis

Von

Clarence T. Sasaki

, MD, Yale University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Jul 2017
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Quellen zum Thema

Eine Kehlkopfentzündung bzw. Laryngitis wird gewöhnlich durch Viren oder Überbeanspruchung ausgelöst. Sie bewirkt eine akute Veränderung der Stimme (geringeres Volumen und Heiserkeit). Die Diagnose erfolgt aufgrund von klinischen Kriterien. Falls die Symptome länger als 3 Wochen persistieren, ist eine Laryngoskopie erforderlich. Eine Viruslaryngitis klingt von selbst ab. Unter Umständen müssen andere infektiöse Ursachen oder eine Reizung noch gesondert behandelt werden.

Die häufigste Ursache für eine akute Kehlkopfentzündung ist

  • Virale Infekte der oberen Atemwege

Als Begleiterscheinung von Husten kann sie z. B. bei Bronchitis, Pneumonie, Grippe, Keuchhusten, Masern oder Diphtherie auftreten. Übermäßige Beanspruchung der Stimme (vor allem durch lautes Sprechen und Singen), allergische Reaktionen, gastroösophagealer Reflux, Bulimie oder Reizgasinhalation (z. B. Zigarettenrauch, bestimmte Medikamente in Aerosolform) können ebenfalls zu einer akuten oder chronischen Laryngitis führen. Medikamente können ein potenziell lebendbedrohliches Larynxödem induzieren, z. B. als Nebenwirkung von ACE-Inhibitoren. Eine bakterielle Kehlkopfentzündung ist extrem selten. Rauchen kann zu einem Reinke-Ödem führen, bei dem es sich um eine wässrige Schwellung der beiden Stimmbänder handelt.

Symptome und Beschwerden

Das hervorstechendste Symptom der Kehlkopfentzündung ist in der Regel

  • Eine unnatürliche Veränderung der Stimme

Typisch ist, dass sie deutlich schwächer wird, bis hin zur Aphonie bei einigen Patienten. Je nach Schwere der Laryngitis können sich Symptome wie Heiserkeit, Kratzen/Kitzeln im Hals, raue Stimme und ständiger Räusperzwang einstellen. Die Symptome variieren mit der Schwere der Entzündung.

Bei einer stärkeren Infektion können Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen hinzukommen. Ein Larynxödem ist zwar selten, kann aber zu Stridor und Dyspnoe führen.

Diagnose

  • Klinische Abklärung

  • Gelegentlich indirekte oder direkte Laryngoskopie

Die Diagnose einer Kehlkopfentzündung stützt sich auf die Symptome.

Falls die Symptome länger als 3 Wochen persistieren, empfiehlt sich eine indirekte oder direkte Kehlkopfspiegelung mit einem flexiblen Laryngoskop. Zu den Befunden bei Laryngitis gehört ein leichtes bis stärker ausgeprägtes Schleimhauterythem, das auch ödematös sein kann. Bei Reflux ist eine Schwellung der inneren Auskleidung des Kehlkopfes sowie eine Rötung des Aryknorpels vorhanden.

Pseudomembranen sind verdächtig auf Diphtherie.

Therapie

  • Symptomatische Therapie (z. B. Hustenstiller, Stimmschonung, Dampfinhalationen)

Für eine Viruslaryngitis gibt es keine spezifische Therapie.

Bei einer akuten Laryngitis helfen hustenstillende Mittel, Stimmschonung und Inhalationen (Dampfbäder), die Symptome zu lindern und die Heilung zu beschleunigen. Eine Laryngitis bessert sich manchmal auch, wenn mit dem Rauchen aufgehört oder eine akute bzw. chronische Bronchitis richtig behandelt wurde.

Falls eine gastroösophageale Refluxkrankheit, Bulimie oder eine arzneimittelinduzierte Laryngitis als ursächlich angenommen wird, kann auch deren spezifische Behandlung hilfreich sein.

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