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Kaiserschnitt

Von

Julie S. Moldenhauer

, MD, Children's Hospital of Philadelphia

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Ein Kaiserschnitt ist eine chirurgische Entbindung durch Uterotomie.

Bis zu 30% der Geburten in den USA erfolgen durch Kaiserschnitt. Die Rate der Kaiserschnitte schwankt. Sie hat in der jüngsten Zeit zugenommen, teils wegen der Sorge über ein erhöhtes Risiko einer Uterusruptur bei Frauen, die eine vaginale Geburt nach Kaiserschnitt (VBAC) versuchen.

Indikationen

Trotz niedriger Morbiditäts- und Mortalitätsraten der Sectio caesarea sind sie immer noch um ein Mehrfaches höher als bei der vaginalen Entbindung. Daher sollte ein Kaiserschnitt nur dann durchgeführt werden, wenn er für Mutter und Kind weniger gefährlich ist als eine vaginale Geburt.

Die häufigsten spezifischen Indikationen für einen Kaiserschnitt sind

Viele Schwangere äußern den Wunsch nach einem elektiven Kaiserschnitt. Als Gründe werden angegeben, eine Schädigung des Beckenbodens (und nachfolgende Inkontinenz) sowie ernsthafte fetale Komplikationen unter der Geburt verhindern zu wollen. Diese Vorgehensweise ist jedoch umstritten, die Datenlage ist beschränkt und erfordert eine ausführliche Diskussion zwischen der Schwangeren und ihrem Arzt. Zur Diskussion sollten unmittelbare Risiken und langfristige Familienplanung (z. B. die Zahl der gewünschten Kinder) gehören.

Viele Kaiserschnitte werden bei Frauen mit vorausgegangener Sectio caesarea durchgeführt, da für sie eine vaginale Geburt das Risiko einer Uterusruptur erhöht. Das Risiko einer Uterusruptur bei vaginaler Entbindung beträgt allerdings insgesamt nur 1% (größer ist das Risiko für Frauen, die bereits mehrfache Kaiserschnitte oder eine Längsschnitt-Uterotomie hatten, insbesondere, wenn auch der verdickte, muskuläre Uterusanteil betroffen ist).

Eine erfolgreiche vaginale Entbindung, die etwa 60–80% der Frauen mit nur einer einzigen Sectio caesarea in der Anamnese erleben, sollte denen angeraten werden, die zuvor nur eine Sectio mit Querschnitt im unteren Uterinsegment hatten. Der Erfolg einer vaginalen Geburt nach Kaiserschnitt hängt von der Indikation für den ersten Kaiserschnitt ab. Eine vaginale Geburt nach Kaiserschnitt sollte in einer Einrichtung erfolgen, an der ein Geburtshelfer, ein Anästhesist und ein Operationsteam sofort zur Verfügung stehen; dies macht eine vaginale Geburt nach Kaiserschnitt in einigen Situationen unmöglich.

Technisches Vorgehen

Während des Kaiserschnitts sollte sich ein in der Neugeborenen-Reanimation erfahrener Facharzt bereithalten.

Die Uterotomie kann klassisch oder im unteren Uterinsegment durchgeführt werden.

  • Klassisch: Die Inzision wird längs über die Uterusvorderwand bis zum oberen Uterussegment oder zum Fundus ansteigend angelegt. Aus dieser Schnittführung resultiert meist ein höherer Blutverlust als aus einem Schnitt im unteren Uterinsegment, daher wird sie gewöhnlich nur angewandt, wenn eine Placenta praevia oder eine kindliche Querlage mit nach untem liegendem Rücken vorliegt, die Geburt vor dem Termin beginnt oder wenn das untere Uterinsegment nur schwach entwickelt ist oder eine Anomalie des Fetus vorliegt.

  • Unteres Segment: Schnitte im unteren Segment werden meistens durchgeführt. Eine untere Querinzision wird im ausgedünnten, gestreckten unteren Anteil des Corpus uteri angelegt und die Blasenumschlagsfalte vom Uterus gelöst. Eine Längsinzision in das untere Segment wird nur bei bestimmten regelwidrigen Einstellungen und bei extrem großen Kindern durchgeführt. In solchen Fällen wird eine Querinzision nicht durchgeführt, da sie sich nach lateral in den Bereich der Aa. uterinae ausweiten und so in manchen Fällen exzessive Blutverluste verursachen könnte. Frauen mit Entbindung durch untere Uterus-Querinzision sollten über die Sicherheit eines Geburtsversuchs in den nachfolgenden Schwangerschaften aufgeklärt werden.

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